Archiv der Kategorie: Bulgarien

Die Rhodopenbahn – Bulgariens einzige Schmalspurbahn Die „Alpenbahn des Balkans“, aus mdr.de

https://www.mdr.de/heute-im-osten/rhodopenbahn-100.html

125 Kilometer lang ist die #Rhodopenbahn, Bulgariens einzige #Schmalspurbahn. Sie führt von #Septemvri im Westen der Oberthrakischen Tiefebene durch die drei Gebirge #Rhodopen, #Rila und #Pirin nach #Dobrinischte. Der Reisende muss Zeit mitbringen, das schwierige Gebirgsterrain erlaubt nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h. Und so dauert die Fahrt etwa fünf Stunden. Aufgrund der malerischen Gebirgslandschaft nennt man die Rhodopenbahn auch die "Alpenbahn des Balkans".
Es waren militärische Erwägungen, aber auch der Wille, die Gebirgswälder forstwirtschaftlich zu erschließen, die noch im Ersten Weltkrieg zu ersten Plänen zum Bau einer Eisenbahn durch die Rhodopen führten. Von 1921 bis 1945 wurde sie in sechs Etappen errichtet. Bis 1942 verkehrten auf der Strecke #Dampflokomotiven, heute #Dieselloks.
Ein Dutzend Bahnhöfe gibt es an der Rhodopenbahn, außerdem noch dreizehn Haltestellen. Der Bahnhof #Varvara aus dem Jahr 1926 ist ein Beispiel für die ebenso schmucke wie  funktionale #Bahnhofsarchitektur der damaligen Zeit. Zu den bedeutendsten Orten an der Rhodopenbahn zählen #Velingrad, das sich auch Spa-Hauptstadt des Balkans nennt, die von Pomaken (muslimischen Bulgaren) besiedelte Industriestadt #Jakoruda und natürlich #Bansko, das Wintersportzentrum im Pirin-Gebirge.
Die #760mm-Spurweite der Rhodopenbahn ist vor allem in den österreichischen Alpen verbreitet, zuerst eingeführt wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts aber in Bosnien. Man nennt sie deshalb auch #Bosna-Spur. Bei einer Fahrt mit der Rhodopenbahn wie hier zwischen #Varvara und #Dolene ist an manchen Stellen noch gut zu erkennen, wie die Eisenbahnbauer der Bosna-Spur ihren Weg durch die Felsen …

Bulgarien, Septemwri: Bulgariens einzige Schmalspurstrecke Ein Zug wie aus dem Museum, aus NZZ

http://www.nzz.ch/lebensart/reisen-freizeit/ein-zug-wie-aus-dem-museum-1.17209332 Rudolf Hermann ⋅ Für kurze Zeit ist der schläfrige Bahnhof von Septemwri zum Leben erwacht. Der morgendliche Schnellzug aus Sofia hat eben haltgemacht, ein Regionalzug aus Plowdiw ist angekommen und wieder weggefahren. Die Frau im Kiosk hat ein paar Kaffees verkauft und macht nun Pause, bis mittags die nächsten Züge kommen. Dagegen geht es auf einem Nebengleis geschäftig zu und her. Dort stehen vier Wagen, die mit ihren offenen Übergängen auf den ersten Blick aussehen, als stammten sie aus einem Verkehrsmuseum. Innen aber sind sie modern ausgestattet mit gepolsterten Sitzen, wie man sie aus Autocars kennt. Mit Platz wird sparsam umgegangen, denn die Wagen stehen auf Schienen mit einer Spurweite von nur 76 Zentimetern. Bald ist auch eine urtümlich anmutende Diesellokomotive angekuppelt, und der Stationsvorstand zückt die Kelle – stilgerecht, möchte man sagen, für eine Museumsbahn. Doch das Züglein ist keine Museumsbahn. Die einzige noch betriebene Schmalspurbahn Bulgariens wurde bahntechnisch einfach noch nicht von der Moderne eingeholt. In Etappen gebaut zwischen 1921 und 1945, stellt die gut 120 Kilometer …