News vom 17.05.2005

Millimeterarbeit beim neuen Gleis
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Gernrode/MZ. Mit ohrenbetäubendem Geratter bewegen sich Stahlfinger zwischen den Gleisen. Durch die Vibrationen wird der Schotter festgerüttelt, während ein Maschinenteil davor die Schienen und Schwellen angehoben hat. Dann wird das Gleis wieder abgesenkt. Andreas Bodemann kontrolliert in seinem Messwagen die Höhe und anhand eines Laserstrahls die Ausrichtung des Gleises. Es ist Millimeterarbeit, die die 33 Tonnen schwere Gleisstopfmaschine am Gernröder HSB-Bahnhof leistet.

„Wenn die Leute das sehen könnten, die das damals gebaut haben“, malt sich Herrmann Thiele beeindruckt aus. „Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viele Menschen und wie viel Kraft vor über 100 Jahren nötig waren, um die Schmalspurgleise zu verlegen“, meint der Gernröder. „Wir sind etwas über 20 Mann, berichtete Polier Bernhard Sadowski vom Erfurter Gleisbau. Seit genau 100 Jahren baut seine Firma Gleise. Schienen für eine Schmalspurbahn hat Sadowski noch nicht verlegt, doch in Erfurt und Gotha fahren auch die Straßenbahnen mit 1 000 Millimeter Spurweite. Gernrode ist für dem Gleisbauer also nichts Besonderes.

400 Meter Gleisanlagen werden bis Ende nächster Woche beim Umbau des Gernröder Bahnhofes vom End- zum Kreuzungsbahnhof angepasst sowie vier Weichen neu- oder umgebaut. Am Bahnhof wird ein Mittelbahnsteig neu gebaut. Bereits am Sonnabendvormittag sollen die Züge wieder normal aus Gernrodes Bahnhof fahren können, sagt Bernhard Sadowski. Dafür wird mitunter bis in die Nacht gearbeitet. Der erste Bauabschnitt wird an der Vorsignalbake enden. Die steht seit einer Woche auf freie Fahrt, doch bis der erste Zug nach Quedlinburg rollen kann, wird noch über ein Jahr vergehen.

Der Auftrag für den zweiten Bauabschnitt, der den Neubau von zwei automatischen Halbschrankenanlagen im Bereich des Bahnhofes Bad Suderode sowie den Austausch der alten Normalspurgleise (1 435 Millimeter) gegen Schmalspurgleise umfasst, ist noch nicht vergeben. Der langwierigste Teil des Baus ist nach Angaben von Jörg Bauer, dem Betriebsleiter der Harzer Schmalspurbahnen, die Planung. In Quedlinburg müssen durch die Deutsche Bahn zwei Stellwerke aufgelöst, das Stellwerk Ost zum Zentralstellwerk umgebaut sowie drei Bahnsicherungsanlagen neu gebaut werden. Der HSB obliegt der Neubau als Endbahnhof der Selketalbahn. Dazu gehört auch ein neuer Wasserkran für die Dampflokomotiven. Bis zum Weiterbau dauert es also noch etwas. mehr …
Datum: 17.05.2005 21.44 Uhr

Harzer Schmalspurbahnen beginnen heute Ausbau im Selketal
http://www.volksstimme.de/news/anhalt/show_fullarticle.asp?AID=677175&Region=
Sachsen-Anhalt&Template=FullArticle_kurz
&Column=

Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) beginnen heute mit der Verlängerung ihrer Selketalstrecke. Vom kommenden Sommer an müssen Zugreisende nicht mehr in Gernrode aussteigen, die Dampfzüge fahren dann bis Quedlinburg weiter. Das Land zahlt für den 8, 5 Kilometer langen Gleisneubau rund 6, 2 Millionen Euro.

Wernigerode. Für Jörg Bauer bedeutet der heutige Tag „schon eine kleine Sensation“. Wann sonst, so der oberste Betriebsleiter der Harzer Schmalspurbahnen, werde in Deutschland begonnen, eine reine Schmalspurstrecke zu bauen? Laut Bauer gab es das zuletzt 1948, und zwar zwischen Glöwen und Havelberg. Diese Strecke im Brandenburgischen wurde jedoch 1971 von der Reichsbahn wieder eingestellt.

Im Harz also ist dieses kleine Bahnwunder heute in Gernrode zu erleben. Der Aufbau der rund 8, 5 Kilometer langen bis Quedlinburg führenden Gleise beginnt mit einem Abriss. Der HSB-Bahnhof dort muss so umgebaut werden, dass die Dampflokomotiven und Triebwagen auf die frühere Strecke der Deutschen Bahn gelangen können, die bis in die Welterbestadt Quedlinburg führte. Die „große Bahn“ ließ am 31. Januar 2004 letztmalig ihre Züge zwischen Quedlinburg – Gernrode – Frohse fahren und schloss somit ein 139-jähriges Kapitel der Bahngeschichte. Dieses Aus bedeutete für die „kleine Bahn“ die große Chance, ihre Züge bis nach Quedlinburg rollen zu lassen. Mit Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre wurden sich die Wernigeröder HSB-Verantwortlichen schnell einig, bereits im Dezember 2003 war ein Papier unter Dach und Fach. Das Land unterstützt eine Verbindung der touristischen Höhepunkte Harzer Schmalspurbahnen und Welterbestadt, heißt es darin. Nachdem mit 600 000 Euro Studien und Planungen finanziert wurden, werden bis zum nächsten Jahr etwa 5, 6 Millionen Euro in eine verlängerte Selketalbahnstrecke verbaut sein.

Die HSB profitiert dabei vom noch immer guten Zustand der stillgelegten Strecke gen Quedlinburg. Die Betonschwellen werden zwar wie zunächst das gesamte Streckengleis demontiert, doch das Schotterbett und sogar die Schienen können wieder verwendet werden. Der Bahnhof in der Welterbestadt wird so umgebaut, dass Sonderzüge der Schmalspurbahn mit bis zu acht Wagen auf den Gleisen 3 und 4 halten können.

Spricht Jörg Bauer von einem Bahnwunder, so hofft Quedlinburgs Bürgermeister Eberhard Brecht auf ein finanzielles Wunder. Aus seiner Stadtkasse sind nämlich anteilig die Kosten für moderne Bahnübergänge oder die Umgestaltung des Bahnhofs samt Großparkplatz auf dem früheren Güterbahnhof zu bezahlen. Doch Quedlinburg ist pleite. Gleichwohl weiß Brecht um die Chancen aus dem HSB-Anschluss für seine Stadt: „Wir haben Anlauf genommen, die finanziellen Hürden zu überwinden, aber noch sind wir nicht drübergesprungen.“

Nicht nur Quedlinburg, auch die Wernigeröder HSB-Chefetage verspricht sich ein gutes Geschäft. Mehr als eine Million Fahrgäste werden jährlich durch den Harz gefahren. Nur, auf den bislang 52 Kilometern im Selketal sind es gerade mal 110 000 Reisende. Gelänge es, nur zehn Prozent der schätzungsweise eine Million Tagestouristen in Quedlinburg zum Einsteigen in die Triebwagen oder von Dampflokomotiven gezogenen Waggons zu bewegen, könnte die HSB ihr Fahrgastaufkommen dort nahezu verdoppeln. Die ersten Reisenden sollen die Welterbestadt im Sommer 2006 per HSB erreichen können. Das genaue Datum will die Bahn erst in einem halben Jahr nennen, wenn alle Planungen genehmigt sind.

Die Selketalbahn ist offenbar für Bahner-Euphorien bestens geeignet. Als 1905 die Gleise von Gernrode-Harzgeroder-Eisenbahn und Nordhausen-Wernigeroder-Eisenbahn am Bahnhof Eisfelder Talmühle miteinander verbunden wurden, war „von einem Meilenstein der Verkehrsentwicklung im Harz“ die Rede. Klingt doch irgendwie auch nach einer Sensation.

Von Tom Koch mehr …
Datum: 17.05.2005 21.43 Uhr

131,2 Kilometer durch den Harz
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&
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Halle/MZ. Die Harzer Schmalspurbahn (HSB) fährt auf einem Steckennetz von 131,2 Kilometer durch die schönsten Gegenden des Harzes. Es ist das längste zusammenhängende Schmalspurnetz Deutschlands.

Ursprünglich waren es drei Gesellschaften, die den Harz wirtschaftlich mit der Bahn erschließen und den beginnenden Fremdenverkehr fördern wollten. Im Jahr 1886 wurde die Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn AG (GHE) gegründet. Die Nordhausen-Wernigerode-Eisenbahn (NWE) folgte 1896, die Südharzeisenbahn von Walkenried nach Braunlage kam 1897 hinzu. 1913 wurden die Bahnen miteinander verbunden.

Die Südharzeisenbahn musste ihren Betrieb in Folge der deutschen Teilung einstellen. GHE und NWE wurden 1949 von der Deutschen Reichsbahn übernommen und bis 1993 geführt. Eine Betreibergesellschaft mit Anliegergemeinden und Landkreisen gründete am 1. Februar 1993 die HSB als GmbH.

Zur Harzer Schmalspurbahn gehören 44 Bahnhöfe und Haltepunkte, 400 Brücken und Durchlässe. Der Brockenbahnhof befindet sich auf einer Höhe von 1 125 Metern. Zum Fahrzeugpark der HSB gehören 25 Dampflokomotiven, sechs Triebwagen, 16 Diesellokomotiven und mehrere historische Personenwagen, die Eisenbahnromantik entlang von Bode und Selke sowie im Nationalpark Harz hinauf zum Brocken vermitteln. Jährlich fahren mehr als 1,1 Million Fahrgäste mit den Zügen der Harzer Schmalspurbahnen. Den größten Anteil verbucht die Brockenstrecke, auf der im vergangenen Jahr 690 000 Fahrgäste befördert wurden. mehr …
Datum: 17.05.2005 21.41 Uhr

Harz: News vom 17.05.2005, aus mz-web

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Gernrode/MZ. Mit ohrenbetäubendem Geratter bewegen sich Stahlfinger zwischen den Gleisen. Durch die Vibrationen wird der Schotter festgerüttelt, während ein Maschinenteil davor die Schienen und Schwellen angehoben hat. Dann wird das Gleis wieder abgesenkt. Andreas Bodemann kontrolliert in seinem Messwagen die Höhe und anhand eines Laserstrahls die Ausrichtung des Gleises. Es ist Millimeterarbeit, die die 33 Tonnen schwere Gleisstopfmaschine am Gernröder HSB-Bahnhof leistet.

„Wenn die Leute das sehen könnten, die das damals gebaut haben“, malt sich Herrmann Thiele beeindruckt aus. „Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viele Menschen und wie viel Kraft vor über 100 Jahren nötig waren, um die Schmalspurgleise zu verlegen“, meint der Gernröder. „Wir sind etwas über 20 Mann, berichtete Polier Bernhard Sadowski vom Erfurter Gleisbau. Seit genau 100 Jahren baut seine Firma Gleise. Schienen für eine Schmalspurbahn hat Sadowski noch nicht verlegt, doch in Erfurt und Gotha fahren auch die Straßenbahnen mit 1 000 Millimeter Spurweite. Gernrode ist für dem Gleisbauer also nichts Besonderes.

400 Meter Gleisanlagen werden bis Ende nächster Woche beim Umbau des Gernröder Bahnhofes vom End- zum Kreuzungsbahnhof angepasst sowie vier Weichen neu- oder umgebaut. Am Bahnhof wird ein Mittelbahnsteig neu gebaut. Bereits am Sonnabendvormittag sollen die Züge wieder normal aus Gernrodes Bahnhof fahren können, sagt Bernhard Sadowski. Dafür wird mitunter bis in die Nacht gearbeitet. Der erste Bauabschnitt wird an der Vorsignalbake enden. Die steht seit einer Woche auf freie Fahrt, doch bis der erste Zug nach Quedlinburg rollen kann, wird noch über ein Jahr vergehen.

Der Auftrag für den zweiten Bauabschnitt, der den Neubau von zwei automatischen Halbschrankenanlagen im Bereich des Bahnhofes Bad Suderode sowie den Austausch der alten Normalspurgleise (1 435 Millimeter) gegen Schmalspurgleise umfasst, ist noch nicht vergeben. Der langwierigste Teil des Baus ist nach Angaben von Jörg Bauer, dem Betriebsleiter der Harzer Schmalspurbahnen, die Planung. In Quedlinburg müssen durch die Deutsche Bahn zwei Stellwerke aufgelöst, das Stellwerk Ost zum Zentralstellwerk umgebaut sowie drei Bahnsicherungsanlagen neu gebaut werden. Der HSB obliegt der Neubau als Endbahnhof der Selketalbahn. Dazu gehört auch ein neuer Wasserkran für die Dampflokomotiven. Bis zum Weiterbau dauert es also noch etwas. mehr …
Datum: 17.05.2005 21.44 Uhr


Harzer Schmalspurbahnen beginnen heute Ausbau im Selketal

http://www.volksstimme.de/news/anhalt/show_fullarticle.asp?AID=677175&Region=
Sachsen-Anhalt&Template=FullArticle_kurz
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Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) beginnen heute mit der Verlängerung ihrer Selketalstrecke. Vom kommenden Sommer an müssen Zugreisende nicht mehr in Gernrode aussteigen, die Dampfzüge fahren dann bis Quedlinburg weiter. Das Land zahlt für den 8, 5 Kilometer langen Gleisneubau rund 6, 2 Millionen Euro.

Wernigerode. Für Jörg Bauer bedeutet der heutige Tag „schon eine kleine Sensation“. Wann sonst, so der oberste Betriebsleiter der Harzer Schmalspurbahnen, werde in Deutschland begonnen, eine reine Schmalspurstrecke zu bauen? Laut Bauer gab es das zuletzt 1948, und zwar zwischen Glöwen und Havelberg. Diese Strecke im Brandenburgischen wurde jedoch 1971 von der Reichsbahn wieder eingestellt.

Im Harz also ist dieses kleine Bahnwunder heute in Gernrode zu erleben. Der Aufbau der rund 8, 5 Kilometer langen bis Quedlinburg führenden Gleise beginnt mit einem Abriss. Der HSB-Bahnhof dort muss so umgebaut werden, dass die Dampflokomotiven und Triebwagen auf die frühere Strecke der Deutschen Bahn gelangen können, die bis in die Welterbestadt Quedlinburg führte. Die „große Bahn“ ließ am 31. Januar 2004 letztmalig ihre Züge zwischen Quedlinburg – Gernrode – Frohse fahren und schloss somit ein 139-jähriges Kapitel der Bahngeschichte. Dieses Aus bedeutete für die „kleine Bahn“ die große Chance, ihre Züge bis nach Quedlinburg rollen zu lassen. Mit Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre wurden sich die Wernigeröder HSB-Verantwortlichen schnell einig, bereits im Dezember 2003 war ein Papier unter Dach und Fach. Das Land unterstützt eine Verbindung der touristischen Höhepunkte Harzer Schmalspurbahnen und Welterbestadt, heißt es darin. Nachdem mit 600 000 Euro Studien und Planungen finanziert wurden, werden bis zum nächsten Jahr etwa 5, 6 Millionen Euro in eine verlängerte Selketalbahnstrecke verbaut sein.

Die HSB profitiert dabei vom noch immer guten Zustand der stillgelegten Strecke gen Quedlinburg. Die Betonschwellen werden zwar wie zunächst das gesamte Streckengleis demontiert, doch das Schotterbett und sogar die Schienen können wieder verwendet werden. Der Bahnhof in der Welterbestadt wird so umgebaut, dass Sonderzüge der Schmalspurbahn mit bis zu acht Wagen auf den Gleisen 3 und 4 halten können.

Spricht Jörg Bauer von einem Bahnwunder, so hofft Quedlinburgs Bürgermeister Eberhard Brecht auf ein finanzielles Wunder. Aus seiner Stadtkasse sind nämlich anteilig die Kosten für moderne Bahnübergänge oder die Umgestaltung des Bahnhofs samt Großparkplatz auf dem früheren Güterbahnhof zu bezahlen. Doch Quedlinburg ist pleite. Gleichwohl weiß Brecht um die Chancen aus dem HSB-Anschluss für seine Stadt: „Wir haben Anlauf genommen, die finanziellen Hürden zu überwinden, aber noch sind wir nicht drübergesprungen.“

Nicht nur Quedlinburg, auch die Wernigeröder HSB-Chefetage verspricht sich ein gutes Geschäft. Mehr als eine Million Fahrgäste werden jährlich durch den Harz gefahren. Nur, auf den bislang 52 Kilometern im Selketal sind es gerade mal 110 000 Reisende. Gelänge es, nur zehn Prozent der schätzungsweise eine Million Tagestouristen in Quedlinburg zum Einsteigen in die Triebwagen oder von Dampflokomotiven gezogenen Waggons zu bewegen, könnte die HSB ihr Fahrgastaufkommen dort nahezu verdoppeln. Die ersten Reisenden sollen die Welterbestadt im Sommer 2006 per HSB erreichen können. Das genaue Datum will die Bahn erst in einem halben Jahr nennen, wenn alle Planungen genehmigt sind.

Die Selketalbahn ist offenbar für Bahner-Euphorien bestens geeignet. Als 1905 die Gleise von Gernrode-Harzgeroder-Eisenbahn und Nordhausen-Wernigeroder-Eisenbahn am Bahnhof Eisfelder Talmühle miteinander verbunden wurden, war „von einem Meilenstein der Verkehrsentwicklung im Harz“ die Rede. Klingt doch irgendwie auch nach einer Sensation.

Von Tom Koch mehr …
Datum: 17.05.2005 21.43 Uhr


131,2 Kilometer durch den Harz

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Halle/MZ. Die Harzer Schmalspurbahn (HSB) fährt auf einem Steckennetz von 131,2 Kilometer durch die schönsten Gegenden des Harzes. Es ist das längste zusammenhängende Schmalspurnetz Deutschlands.

Ursprünglich waren es drei Gesellschaften, die den Harz wirtschaftlich mit der Bahn erschließen und den beginnenden Fremdenverkehr fördern wollten. Im Jahr 1886 wurde die Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn AG (GHE) gegründet. Die Nordhausen-Wernigerode-Eisenbahn (NWE) folgte 1896, die Südharzeisenbahn von Walkenried nach Braunlage kam 1897 hinzu. 1913 wurden die Bahnen miteinander verbunden.

Die Südharzeisenbahn musste ihren Betrieb in Folge der deutschen Teilung einstellen. GHE und NWE wurden 1949 von der Deutschen Reichsbahn übernommen und bis 1993 geführt. Eine Betreibergesellschaft mit Anliegergemeinden und Landkreisen gründete am 1. Februar 1993 die HSB als GmbH.

Zur Harzer Schmalspurbahn gehören 44 Bahnhöfe und Haltepunkte, 400 Brücken und Durchlässe. Der Brockenbahnhof befindet sich auf einer Höhe von 1 125 Metern. Zum Fahrzeugpark der HSB gehören 25 Dampflokomotiven, sechs Triebwagen, 16 Diesellokomotiven und mehrere historische Personenwagen, die Eisenbahnromantik entlang von Bode und Selke sowie im Nationalpark Harz hinauf zum Brocken vermitteln. Jährlich fahren mehr als 1,1 Million Fahrgäste mit den Zügen der Harzer Schmalspurbahnen. Den größten Anteil verbucht die Brockenstrecke, auf der im vergangenen Jahr 690 000 Fahrgäste befördert wurden. mehr …

Sachsen-Anhalt: Erster Spatenstich zur HSB-Verlängerung

http://www.lok-report.de/

Erster Spatenstich zur Verlängerung der HSB nach Quedlingburg in Gernrode: von links nach rechts Bürgermeister Grundmann aus Gernrode, Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre, HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener und Bürgermeister Brecht aus Quedlinburg. Im Bf. Gernrode stand der Sonderzug mit 995906-5. Die erste Weiche der Streckenverlängerung nach Quedlinburg wird eingebaut.
Die Unesco-Welterbestadt Quedlinburg bekommt bis Mitte 2006 einen direkten Anschluss an das mit historischen Dampfloks betriebene Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen. In den nächsten Monaten soll dazu die rund 8,5 Kilometer lange Bahnverbindung nach Gernrode für den Schmalspurbetrieb umgerüstet werden. Die Kosten des Vorhabens von knapp sechs Millionen Euro trägt das Land.

„Die Verlängerung der Selketalbahn von Gernrode nach Quedlinburg ist eine wichtige Investition in die Zukunft der Harz- und Vorharzregion“, betonte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre heute beim offiziellen Beginn der Bauarbeiten in Gernrode. Touristische Attraktionen würden so auf reizvolle Weise miteinander verbunden. „Ich bin davon überzeugt, dass dieses Angebot bei Urlaubern, Besuchern und Einheimischen gleichermaßen auf große Resonanz stoßen wird“.
Die Verlängerung der Selketalbahn von Gernrode nach Quedlinburg wird voraussichtlich bis zur Mitte des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Das Schienennetz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), zu dem neben der Selketalbahn auch die Harzquer- und die Brockenbahn gehört, umfasst dann mehr als 140 Kilometer.
HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener dankte dem Land Sachsen-Anhalt für das erneute sichtbare Bekenntnis des Landes zum touristischen Leistungsträger HSB. Die großzügige Förderung in eine neue Schmalspureisenbahninfrastruktur sei in der heutigen Zeit deutschlandweit – wenn nicht europaweit – einmalig und lege damit die Voraussetzung dafür, speziell das romantische Selketal, aber auch den gesamten Harz durch das erweiterte Gesamtstreckennetz noch attraktiver zu präsentieren.
In Quedlinburg eröffnet die HSB bereits im Sommer 2005 den neuen „Dampfladen Nr. 7“ auf dem Marktplatz, so dass Einheimische und Touristen schon frühzeitig die Möglichkeit haben, sich über den Baufortschritt sowie über das umfangreiche Verkehrs- und Souvenirangebot der HSB zu informieren.
Die Bauleistungen im Überblick sind:
– ca. 8,5 km Umbau Strecke vom Regelspur (1435 mm) auf Schmalspur (1000 mm).
– Bahnhof Gernrode wird vom End- zum Kreuzungsbahnhof ausgebaut: vier Weichen neu-/umgebaut, 400 m Gleisanlagen angepasst, Bahnsteig saniert.
– Freie Strecke von Gernrode bis Quedlinburg: zwei Bahnübergangssicherungsanlagen im Bereich des alten Bf. Bad Suderode neu aufbauen (Halbschrankenanlagen).
– Bahnhof Quedlinburg HSB-Teil: Neubau als Endbahnhof der Schmalspurbahn, drei Gleise; drei Weichen; Gleisumbau, Anpassung Nebenanlagen, neuer Wasserkran für Dampflokomotiven.
– Bahnhof Quedlinburg DB-Teil: Auflösung von zwei Stellwerken, Umbau des Stellwerks Quedlinburg Ost zum Zentralstellwerk, Einbau einer Weiche.
– Drei Bahnübergangssicherungsanlagen neu aufbauen (Halbschrankenanlagen).
Grundlage für die Baumaßnahme ist eine vom Ministerium für Bau und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie.
Danach soll zunächst der HSB-Bahnhof Gernrode zu einem Kreuzungsbahnhof mit Rückfallweichen ausgebaut und ein vorhandener einseitiger Zwischenbahnsteig saniert werden. Am Ende des heutigen Hausbahnsteiges am Empfangsgebäude (aus Richtung Alexisbad gesehen) wird die Ausfädelung der neuen Strecke in Richtung Quedlinburg mit dem Umbau der dortigen Weichenstraße erfolgen. Die neue Strecke wird dann quer über die heutige als solche nicht mehr genutzte Ladestraße verlaufen und etwa in Höhe der Straße Am Töpferstieg die derzeitige Regelspurstrecke erreichen. Damit können die bisherigen Rangier- und Abstellgleise im Bereich zwischen der Triebfahrzeugeinsatzstelle und der ehemaligen Umladung weiter in bisheriger Form genutzt werden, so dass auch künftig genügend Abstellkapazitäten für den Regel- und Sonderreiseverkehr zur Verfügung stehen.
Das regelspurige Streckengleis von Gernrode bis Quedlinburg muss zunächst vollständig zurückgebaut werden. Allerdings ist der Unterbau in einem relativ guten Zustand, so dass er auch wegen der geringeren Achslasten der Schmalspur sowie der schwächeren Zugfrequenz unverändert weiter genutzt werden kann. Die weitere Nutzung der Schwellen dagegen ist nicht möglich. Die zwei mechanischen Vollschrankenanlagen in Bad Suderode werden in automatische Anlagen umgerüstet. Die Bahnsteige am heutigen Gleis 1 in Bad Suderode und am Haltepunkt Quedlinburg-Quarmbeck können künftig weiter genutzt werden (Pressemeldung Ministerium für Bau und Verkehr, Fotos Thomas Splittgerber, 19.04.05).

Sachsen: Planungsleistungen Weißeritztalbahn vergeben

http://www.lok-report.de

Die BVO Bahn GmbH hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Vergabe von Planungsleistungen für den Wiederaufbau der überwiegend durch Hochwasser zerstörten Bahnanlagen der Weißeritztalbahn (Schmalspurbahn Freital-Hainsberg – Kurort Kipsdorf) an die Bietergemeinschaft …

Zukunft am Gleis

http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/
30.01.2005/1617277.asp

Renaissance für Polens Schmalspurbahnen

Eisenbahnromantiker sind in Polen bestens aufgehoben. Auf immer mehr Gleisstrecken zwischen Ostsee und Karpaten fahren wieder nostalgische Schmalspurzüge. Vor einigen Jahren kündigten die Polnischen Staatsbahnen (PKP) die Liquidation der Bahnen an. Doch viele Städte und Kreise sowie private Investoren haben den Wert der Schmalspurbahnen für die ländliche Infrastruktur und den Tourismus erkannt und übernahmen die Strecken.
So geschah es in Starachowice bei Radom: Die „Stiftung polnischer Schmalspurbahnen“ (FPKW) übernahm den Abschnitt. „Vor zehn Jahren hat die PKP die Strecke aufgegeben“, erzählt Pawel Szwed, FPKW- Vorsitzender. Bis 2001, als die Stiftung Interesse an der Strecke bekundete, waren die Gleise in schlechtem Zustand und zum Teil von Dieben als Altmetall abmontiert worden, erinnert sich Szwed.
„Insgesamt fünf von 20 Kilometern Gleis wurde gestohlen.“ Die Instandsetzung begann 2003 und dauerte ein Jahr. Seit Mai befördert die Diesel-Lok WLF 75 wöchentlich rund 300 Passagiere am Wochenende die fünf Kilometer von Starachowice nach Lipia und zurück.

Ein Ausbau der Strecke ist geplant, die FPKW ist auf Investorensuche.
Eine weit höhere Fahrgastzahl weist die Schmalspurbahn in Znin als Erfolgsgeschichte aus. 100 000 Fahrgäste fahren jährlich mit der 110-jährigen Bahn. „Die hohe Passagierzahl ermöglicht das Überleben unserer Bahn“, sagt Andrzej Poturlski, der Vorsitzende der Betreibergesellschaft. Die hohe Zahl der Fahrgäste ist nicht zufällig: An der Strecke zwischen Znin und Gasawa liegt das Touristenzentrum Biskupin mit seinem archäologischen Museum und die Stadt Wenecja mit dem Schmalspurbahnmuseum.
Die Betreibergesellschaft des Kreises Znin und zweier Gemeinden übernahm im Frühjahr 2002 die zwölf Kilometer lange Strecke von den PKP. Seitdem fahren die zwei Diesel- und eine Dampflokomotive zwischen April und Oktober bis zu sechs Mal täglich.
Nahezu zwei Dutzend Schmalspurstrecken werden derzeit noch befahren. Häufig können die Verbindungen mehr als 100 Jahre Eisenbahn-Geschichte vorweisen. Doch nicht alle Bahnen, die einst im PKP-Besitz waren, hatten eine Zukunft. In einigen Landesteilen liegen solche Strecken ungenutzt da und rosten vor sich hin – hier sind es eher traurige Abstellgleise statt Wege in die Zukunft. dpa

Polen: Zukunft am Gleis, aus Der Tagesspiegel

http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/
30.01.2005/1617277.asp

Renaissance für Polens Schmalspurbahnen

Eisenbahnromantiker sind in Polen bestens aufgehoben. Auf immer mehr Gleisstrecken zwischen Ostsee und Karpaten fahren wieder nostalgische Schmalspurzüge. Vor einigen Jahren kündigten die Polnischen Staatsbahnen (PKP) die Liquidation der Bahnen an. Doch viele Städte und Kreise sowie private Investoren haben den Wert der Schmalspurbahnen für die ländliche Infrastruktur und den Tourismus erkannt und übernahmen die Strecken.
So geschah es in Starachowice bei Radom: Die „Stiftung polnischer Schmalspurbahnen“ (FPKW) übernahm den Abschnitt. „Vor zehn Jahren hat die PKP die Strecke aufgegeben“, erzählt Pawel Szwed, FPKW- Vorsitzender. Bis 2001, als die Stiftung Interesse an der Strecke bekundete, waren die Gleise in schlechtem Zustand und zum Teil von Dieben als Altmetall abmontiert worden, erinnert sich Szwed.
„Insgesamt fünf von 20 Kilometern Gleis wurde gestohlen.“ Die Instandsetzung …

Sächsisches Schmalspurbahnmuseum in Radebeul bezieht erste Räume

http://www.lok-report.de/

Unter Anwesenheit zahlreicher Gäste wurde am 28.01.05 der erste Bauabschnitt des Historischen Güterbodens eingeweiht. Gleichzeitig übergab Thomas Joachim, Geschäftsführer des Bauträgers SSB Immobilien GmbH & Co. KG, dem SSB Schmalspurbahnmuseum Radebeul als erstem Mieter die Schlüssel für das Verwaltungsgebäude. Joachim sagte dazu: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam so schnell einen Gebäudeteil des Historischen Güterbodens sanieren konnten. Der beginnende Aufbau des Museums und des Veranstaltungszentrums EventLOKation ist nun sichtbar.“ In der ehemaligen Güterabfertigung wird das Geschäftsbüro für die ehrenamtlichen Geschäftsführer Diana Kunze und Rainer Fischer des SSB Schmalspurbahnmuseums Radebeul eingerichtet.
Diana Kunze, Museumsgeschäftsführerin sagte dazu: „Wir freuen uns, dass wir in das Herz des Historischen Güterboden einziehen. Hier können wir uns mit unseren Partner besprechen und unsere Ideen ausbauen, denn nun sind wir direkt am Puls des Lößnitzdackels – das inspiriert. Gleichzeitig kommen wir so unserem Ziel, dem Aufbau des Schmalspurbahnmuseums ein ganzes Stück näher.“
Im Museum werden die Radebeuler Schmalspurbahn und deren Geschichte einen besonderen Platz einnehmen, gleichzeitig soll aber darüber hinaus allen sächsischen Schmalspurbahnen und vielen historischen, aber mittlerweile stillgelegten Strecken, ein Podium geboten werden.
Für Jung und Alt werden Angebote geschaffen, die das Thema rund um die Schmalspurbahnen interessant präsentieren.
Das Museum wird Teil eines Gesamtkonzeptes sein, dass unter anderem auch Kultur-, Konzert- und Veranstaltungsräume, Seminar- und Konferenzmöglichkeiten und spezielle Angebote für Reisegruppen vorsieht.
Den Aufbau des Museums unterstützen unter anderem die Traditionsbahn Radebeul e.V., der Verein zur Förderung der Sächsischen Schmalspurbahnen e.V. (VSSB), das Verkehrsmuseum Dresden und die BVO. Gern können sich Privatpersonen und Schmalspurbahninteressierte an der Entwicklung des Museums beteiligen. Gesucht werden alte Zeitzeugnisse und Bahnutensilien. Auch Geldspenden für den Aufbau sind herzlich willkommen. Hierzu wurde ein Spendenkonto unter der Kontonummer 300 1700 709
bei der KSK Meissen, BLZ 850 550 00 eingerichtet.
Weitere Informationen online unter: www.ssb-museum.de (Pressemeldung SSB Schmalspurbahnmuseum Radebeul, 28.01.05).

Harzer Schmalspurbahnen (HSB): Bilanz 2004

http://www.lok-report.de/

Das vergangene Geschäftsjahr hat die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) erneut erfolgreich abgeschlossen. Mit der Inbetriebnahme des Nordhäuser Modells zwischen dem Stadtgebiet Nordhausen und Ilfeld Neanderklinik, als herausragendes Ereignis im Jahr 2004, wurde am 30. 04., verbunden mit dem Einsatz der drei neuen Combino Duos der Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH der Grundstein für einen noch attraktiveren ÖPNV im Bereich des Südharzes gelegt und so deutlich unterstrichen, daß die HSB neben dem klassischen touristischen Dampfbetrieb auch innovativ im modernen ÖPNV tätig ist.
Erneut waren auf dem gesamten, noch 132 km langen Schmalspurstreckennetz der HSB im 2004 mehr als 1,1 Mio Fahrgäste unterwegs, davon u. a. ca. 690.000 Fahrgäste auf der Brockenstrecke, was einen Rückgang in diesem Bereich von ca. 5 % bedeutet, eine vollauf den Erwartungen entsprechende Entwicklung aufgrund der gegenüber dem Spitzenjahr 2003 nicht vergleichbaren Witterung und der fehlenden „Brückentage“ für potenzielle Kurzurlauber. Hiermit wurde wieder die schon traditionell hohe Besucherzahl der Jahre vor 2003 erreicht. Auch in den Bereichen Wernigerode (Harzquerbahn) bzw. Gernrode (Selketalbahn) ist wiederum das gute Niveau von vor zwei Jahren erreicht worden.
Erfreulicherweise ist im Bereich Nordhausen durch die Inbetriebnahme des modernen ÖPNV eine sehr große Steigerung der Fahrgastzahlen um 22.000 auf nunmehr 199.000 Fahrgäste zu verzeichnen, was jedoch auch auf die erfolgreiche Landesgartenschau in Nordhausen sowie den Einführungseffekt der Combino Duos zurückzuführen ist.
Mit 8,7 Mio Euro Gesamtumsatzerlösen liegt nunmehr das zweitbeste Resultat in der Geschichte der HSB seit 1993 vor.
Der Geschäftsbereich Produktverkauf mit inzwischen typischen Souvenirartikeln der Marke „Original HSB“, wie z. B. HSB-Harzreise-Würfelspiel, Spielzeugtruck mit historischem Reisezugwagen, Stirnbänder, Kaffeebecher, Schlüsselbänder, Zollstöcke und spezielle Postkarten, konnte im Jahr 2004 um weitere 4 % gesteigert werden.
Insgesamt war es auch im Jahr 2004 möglich, umfangreiche Aufwendungen und Investitionen für den Eisenbahnbetrieb sowie zur Aufwertung des touristischen Umfeldes zu tätigen. Hervorzuheben sind hierbei die Arbeiten zur Verbesserung des Erscheinungsbildes am Hauptbahnhof in Wernigerode, die Errichtung der ersten vier historischen Fahrtzielanzeiger in den Bahnhöfen Wernigerode Hauptbahnhof und Westerntor, die Neugestaltung des Bahnsteigs 3 im Bahnhof Brocken sowie weitere Investitionen in das Bahnbetriebswerk der HSB. Die positive Resonanz auf die HSB-Angebote in allen Bevölkerungsgruppen zeigt sich auch im Jahre 2004 wiederum durch mehr als 1,75 Mio Zugriffe auf die Homepage der HSB im Internet, so daß dort gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 67 % eingetreten ist. Der Spitzenwert hat im Dezember 2004 bei 225.000 Zugriffen gelegen.
Im Jahr 2005 wird neben den jährlich üblichen, allgemein kostenintensiven Maßnahmen, z. B. für Instandsetzungen von Lokomotiven und Gleisanlagen, u. a. der erste Spatenstich für die 8,5 km lange Erweiterung des Schmalspurstreckennetzes über Gernrode hinaus bis nach Quedlinburg erfolgen, so daß im Jahre 2006 auch Dampfzüge die Weltkulturerbestadt erreichen werden.
Daneben wird in Wernigerode als weitere Großinvestition der Bau der neuen Fahrzeughalle mit Waschanlage im Jahre 2005 abgeschlossen sowie der Umbau eines Teiles des Empfangsgebäudes auf dem Bahnhof Brocken zu einer kundenfreundlichen Fahrkartenverkaufsstelle umgesetzt werden.
Weitere Arbeiten sind im Bereich des gesamten Umfeldes und auch auf dem weitverzweigten Streckennetz vorgesehen, um den Erwartungen der Fahrgäste und Urlauber im Harz in Zusammenarbeit mit den Landkreisen, Städten und Gemeinden als kommunale Gesellschafter der HSB und dem Land Sachsen-Anhalt bzw. dem Freistaat Thüringen als wichtige Zuwendungsgeber an die HSB weiterhin gerecht zu werden (Pressemeldung HSB, 26.01.05).