KBS 502 Oschatz Hbf – Kemmlitz (Döllnitzbahn)

http://www.lok-report.de

Am 31.05.2005 endete der durch den Zweckverbahn Nahverkehrsraum Leipzig bestellte regelmäßige SPNV. Der Zugverkehr wurde daraufhin stark eingeschränkt, an Schultagen verkehrt nur noch ein Zugpaar, außerdem verkehren noch an Sonn- und Feiertagen Züge (siehe unten). Der bereits vor einiger Zeit eingerichtete SEV im Abschnitt Oschatz Hbf – Oschatz Süd besteht unverändert fort, da die Stützmauer zur Döllnitz im Stadtgebiet von Oschatz noch nicht saniert wurde. Einziger noch verbleibender Hoffnungsschimmer ist die Landesgartenschau 2006 in Oschatz, zu der die Döllnitzbahn als Zubringer fungieren soll.
Vor diesem Hintergrung kam es Ende April bzw. im Mai 2005 zu starken Konflikten zwischen den Gesellschaftern der Döllnitzbahn GmbH, die u. a. zu einem (abgelehnten) Insolvenzantrag und einem Streit darüber geführt haben, wer Geschäftsführer ist.
Ab dem 01. Juni 2005 verkehren nur noch folgende Züge (Quelle: www.doellnitzbahn.de):
Montag bis Freitag
DBG 123 06:50 Uhr ab Altmügeln
DBG 130 13:40 Uhr ab Oschatz
Sonn- und Feiertage
DBG 233 11:37 Uhr ab Mügeln
DBG 234 12:37 Uhr ab Oschatz
DBG 236 13:43 Uhr ab Mügeln
DBG 235 14:19 Uhr ab Kemmlitz
DBG 237 15:37 Uhr ab Mügeln
DBG 238 16:38 Uhr ab Oschatz
Wegen Bauarbeiten sind ab 16.07.2005 Fahrplanänderungen möglich (Schulferienbeginn in Sachsen) (07.06.05).

Das vierte Leben der Dampflok Regenwalde

http://www.aachener-zeitung.de/sixcms/detail.php?id=498816&_wo=Sport:
Aktuell&_wobild=menue_sport.gif&template=detail_standard_azan#

Kreis Heinsberg. Einen großes Fest gab es am Wochenende für die Lok 5 in Schierwaldenrath: Sie feierte auf den Gleisen der Selfkantbahn ihren «75. Geburtstag». Die Geschichte der Lok 5 begann in Hinterpommern. Die Maschine mit der Fabriknummer 12250 war die letzte Dampflok einer kleiner Serie von fünf Stück, die ab 1927 von der Stettiner Vulcan-Werft gebaut wurde. Im April 1930 wurde sie geliefert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Lok Nummer 5 eine Polin. Sie war auf den Schienen des Warschauer Bahnhofes zu Hause und drehte ihre Runden. Als 1976 die Umstellung auf Diesellokomotiven erfolgte, wurde sie ausrangiert.
Über Belgien gelangte sie am 25. Mai 1984 schließlich zur Selfkantbahn in Schierwaldenrath. Am 9. August 1990 wurde die Lok 5 vom damaligen Regierungspräsidenten Dr. Fanz-Josef Antwerpes auf ihren neuen Namen «Regenwalde» umgetauft und feierlich dem Betrieb übergeben.
Seither ist die Lok 5 zum Symbol der historischen Selfkantbahn geworden, auch wenn andere Loks häufiger zwischen Gillrath und Schierwaldenrath «dampfen».

Selfkantbahn: Das vierte Leben der Dampflok Regenwalde

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Kreis Heinsberg. Einen großes Fest gab es am Wochenende für die Lok 5 in Schierwaldenrath: Sie feierte auf den Gleisen der Selfkantbahn ihren «75. Geburtstag». Die Geschichte der Lok 5 begann in Hinterpommern. Die Maschine mit der Fabriknummer 12250 war die letzte Dampflok einer kleiner Serie von fünf Stück, die ab 1927 von der Stettiner Vulcan-Werft gebaut wurde. Im April 1930 wurde sie geliefert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Lok Nummer 5 eine Polin. Sie war auf den Schienen des Warschauer Bahnhofes zu Hause und drehte ihre Runden. Als 1976 die Umstellung auf Diesellokomotiven erfolgte, wurde sie ausrangiert.
Über Belgien gelangte sie am 25. Mai 1984 schließlich zur Selfkantbahn in Schierwaldenrath. Am 9. August 1990 wurde die Lok 5 vom damaligen Regierungspräsidenten Dr. Fanz-Josef Antwerpes auf ihren neuen Namen «Regenwalde» umgetauft und feierlich dem Betrieb übergeben.
Seither ist die Lok 5 zum Symbol der historischen Selfkantbahn …

News vom 17.05.-27.05.2005

Dampflok »Regenwalde« wird 75
http://www.netecho.info/schlagzeilen/
rubrik.asp?a=%7BDF59CCCE-A4D0-44ED-B18C-932EC369F54B%7D

Heinsberg

Ab dem heutigen Donnerstag, 26. Mai, bis Sonntag, 29. Mai, feiert die Selfkantbahn im Kreis Heinsberg, die letzte schmalspurige Kleinbahn in Nordrhein-Westfalen, den 75. Geburtstag ihrer Dampflok 5, der »Regenwalde«. 1930 lieferte die Lokomotivenfabrik Borsig, Berlin, die Dampflok an die Regenwalder Kleinbahn in Pommern.

22 Jahre verkehrte sie dort im Kreis Regenwalde und anschließend weitere 25 Jahre bei der »Warschauer Zufahrtsbahn« im Raum Warschau. Danach wurde sie verkauft und landete für einige Jahre im Garten eines Eisenbahnliebhabers in Hasselt. Dort konnte die Selfkantbahn 1984 das gute Stück erwerben und aus der Gartenidylle in Hasselt in die Werkstatt in Gangelt-Schierwaldenrath umquartieren. Sechs Jahre dauerte die gründliche Restaurierung, bis die Dampflok 1990 als »Lok 5« bei der Selfkantbahn in Betrieb genommen und auf den Namen »Regenwalde« getauft wurde.

An die wechselhafte Lebensgeschichte der »Regenwalde« und an ihre pommerschen und polnischen Stationen will die Selfkantbahn mit einem originellen Programm erinnern: In der Bahnhofsgaststätte am Bahnhof Gangelt-Schierwaldenrath gibt es an allen Tagen pommersche und polnische Spezialitäten aus einer großen kulinarischen Tradition. Am Sonntag tritt am Bahnhof Schierwaldenrath ab ca. 11Uhr eine polnische Volkstanz- und Trachtengruppe mit mehreren Vorführungen auf. An allen Tagen sind Modellbahner bei der Selfkantbahn zu Gast und präsentieren ihr Hobby unter dem Titel »Schmalspur im Modell«. Mehrere liebevoll gestaltete Modellbahnanlagen sind in der Museumshalle in Schierwaldenrath zu besichtigen.

Am Donnerstag, Samstag und Sonntag macht die Selfkantbahn ihren Gästen ein interessantes Pauschalangebot. Darin sind enthalten: beliebig viele Fahrten mit den historischen Dampfzügen zwischen Gangelt-Schierwaldenrath und Geilenkirchen-Gillrath, ein Begrüßungsgetränk im Buffetwagen und pommersche und polnische kulinarische Spezialitäten in der Bahnhofsgaststätte am jeweiligen Tag. Das Pauschalangebot kann gebucht werden bei der Geschäftsstelle Aachen der Selfkantbahn, Tel.: 0049/2 41/8 23 69, beim Bahnhof Schierwaldenrath, Tel.: 0049/24 54/66 99, in der Bahnhofsgaststätte Schierwaldenrath, Tel.: 0049/ 24 54/69 62, und beim Heinsberger Tourist-Service in Heinsberg, Tel.: 0049/24 52/13 14 15.

Am heutigen Donnerstag, 26. Mai, und Sonntag, 29. Mai, verkehren die historischen Züge der Selfkantbahn nach einem Sonderfahrplan zwischen 10 Uhr und 18 Uhr.

Am Samstag, 28. Mai, fährt der erste Zug um 13 Uhr von Schierwaldenrath nach Gillrath und um 13.45 Uhr von Gillrath nach Schierwaldenrath. Die letzten Züge fahren um 17.35 Uhr ab Schierwaldenrath und um 17.55 Uhr ab Gillrath. Am Freitag gibt es keinen fahrplanmäßigen Zugverkehr, an diesem Tag steht aber die große Modellbahnausstellung »Schmalspur im Modell« zur Besichtigung offen. Der Eintritt zu dieser Ausstellung ist frei. mehr …
Datum: 27.05.2005 09.38 Uhr

Rügensche Kleinbahn
http://www.lok-report.de/

Am 21./22.05. gab es Fotofahrten mit 99 4652, 99 4801 und 99 4832. Die 99 4801 kam kurzfristig ins Programm, da die geplante 99 4832 mit Schieberschaden für die Hälfte der Veranstaltung ausfiel. Der Dank gilt daher dem Personal der RüBK, das kurzerhand den Planzug mit Dieselersatz verkehren ließ, um so die Veranstaltung von M. Switala zu retten (Andreas Leipoldt, 24.05.05). mehr …
Datum: 24.05.2005 07.23 Uhr

Schuften für das Bemberle
http://www.suedwest-aktiv.de/region/ehingertagblatt/
suedwestumschau/1608636/artikel.php?
SWAID=f15dc6aa4aa73de4108b0c95a4afea8d

Die Uhrzeit für die Abfahrt des ersten Zuges
kennt Jörg Woker schon genau: „10 Uhr 15.“ Doch an welchem Tag
die Jagsttalbahn wieder über die 75 Zentimeter schmale Spur
bummelt, das weiß nicht einmal der mitteilsame Zugexperte.
Nach ursprünglichem Plan sollte die unter Denkmalschutz
stehende Museumsbahn bereits in diesem Frühjahr aus dem
Bahnhof Dörzbach (Hohenlohekreis) tuckern. Weil jedoch
aufwendige Arbeiten vor allem von ehrenamtlichen Enthusiasten
erledigt werden, verzögert sich die Jungfernfahrt.
„Wir schuften den ganzen Tag, und am Abend sieht
man kaum etwas“, stöhnte einer der fleißigen Rentner. Ein Jahr
lang hatte die Gruppe aus Freiwilligen das Gleis auf den
ersten vier Kilometern demontiert. „Das war so marode, dass es
Stück für Stück entfernt werden musste“, berichtet Jörg Woker.
Der 41-jährige Ingenieur weist sich auf seiner Visitenkarte
als „Oberster Betriebsleiter“ aus. Bei ihm
laufen die Fäden zusammen, er organisiert die Arbeitseinsätze
auch von Ein-Euro-Jobbern und Schulkindern, beschafft das
notwendige Material und hält Kontakt mit Ämtern. „Für jeden
Schritt brauchen wir eine Genehmigung“, sagt er. Mal müssen
Denkmalschützer gehört werden, mal Verkehrsbehörden und Hüter
der Umwelt, „und alles kostet Geld.“ Tausende
Interessenten Wie teuer die Renaissance der
Schmalspurbahn durch das idyllische Tal kommt, wagt Woker
nicht einmal zu schätzen. Für den Symbolwert von einem Euro
trennte sich die Südwestdeutsche Eisenbahngesellschaft von der
historischen Strecke samt Werkstätten, Lokschuppen und zwölf
Bahnhöfen. Der erste Abschnitt kostet 1, 1 Millionen Euro,
wovon 75 Prozent aus diversen Fördertöpfen stammen. Die
Gemeinden Dörzbach und Krautheim halten jeweils 50 Prozent
einer Aktiengesellschaft, die demnächst ihr Kapital erhöhen
will. Dann sollen Wertpapiere für 1,5 Millionen Euro
ausgegeben werden. „Es gibt tausende von Interessenten“, sagt
Woker zuversichtlich. Die 1901 eröffnete
Jagsttalbahn wurde an Weihnachten 1988 wegen technischer
Mängel aufs Abstellgleis bugsiert. Zwar stellte das Land wenig
später sechs Millionen Euro in Aussicht, doch weil die
Sanierung nicht voran kam, verfiel der Zuschuss. Mit den
Aktivitäten des über 400 Mitglieder starken Vereins und der
Aktiengesellschaft soll nun eine touristische Attraktion
geschaffen werden. Die ganze Strecke bis ins 34 Kilometer
entfernte Widdern (Kreis Heilbronn) werde wohl erst in zehn
Jahren befahrbar sein, schätzt der Fachmann. Das
„Bemberle“, wie der Zug im Volksmund heißt, soll mit Tempo 30
zwischen Mai und Oktober am Fluss entlang schleichen. Darauf
warten offenbar viele Ausflügler. „Das Interesse ist so groß,
dass wir sofort anfangen könnten“, sagt Woker. Er hat bereits
Erfahrung gesammelt mit einer Bummelbahn: Der gebürtige
Sauerländer war mit von der Partie bei der Öchslebahn zwischen
Ochsenhausen und Warthausen nahe Biberach. mehr …
Datum: 19.05.2005 13.41 Uhr

Großer Bahnhof: Dampf in Deinste
http://www.abendblatt.de/daten/2005/05/17/433773.html

Deinste – Ein großer Tag für die Mitglieder des Trägervereins des Deutschen Kleinbahn- und Schmalspur-Museums in Deinste: Sonntag mittag waren über 100 Gäste dabei, als das um rund 250 Meter verlängerte Schienennetz zwischen dem Kleinbahnhof und dem EVB-Bahnhof Deinste eingeweiht wurde. Die Mitglieder haben in den vergangenen zwei Jahren nicht nur zusätzliche Gleise und Weichen verlegt. Sie haben auch einen Bahnsteig mit Blumenkübel, Beleuchtung und Bahnhofsuhr geschaffen. Für die Abfahrt des ersten von einer Dampflok gezogenen Zuges in Richtung Museum Lütjenkamp hatten sie sogar einen Prominenten gewonnen: Peter Ording, mehrfacher Deutscher Meister und Studentenweltmeister im Rudern.

Über Pfingsten hatten die Hobby-Eisenbahner viel Betrieb. Mehrere hundert Fahrgäste saßen in den Wagen des Dampfzuges. Aber auch die Fahrten mit dem gelben Grubenzug, mit Diesellok und in offenen Wagen waren gefragt. Und immer wieder gab es Fragen, wann die Schmalspur-Dampflokomotive (Baujahr 1927) wieder über die Stader Geest rollen wird. Das wird am ersten Oktober-Wochenende sein. Bis dahin gibt es jedes Wochenende Fahrten mit Dieselloks vor den Wagen, die zum Teil schon vor dem Ersten Weltkrieg gebaut wurden. A.Br.

erschienen am 17. Mai 2005 in Harburg mehr …
Datum: 17.05.2005 21.48 Uhr

„Wilder Robert“ auf Reisen in der Priegnitz
http://www.lvz-online.de/lvz-heute/166657.html

Mügeln/Priegnitz. Der Förderverein „Wilder Robert“ aus Mügeln lädt an diesem Pfingstwochenende wieder zu den beliebten Dampfzugfahrten ein. Am 15. und 16. Mai verkehren die Züge auf der Schmalspurstrecke zwischen Oschatz, Mügeln und Kemmlitz. Der Zug wird nach Angaben des Vereins bewirtschaftet sein. Außerdem können Fahrräder in begrenzter Zahl mitgenommen werden.
Aktiv sind die Vereinsfreunde aber nicht nur in der Collm-Region. Beispielsweise kamen sie jetzt mit ihrer Vereinsdampflok 99F1561-2 zum Gasteinsatz beim „Pollo“ in der Priegnitz, wie Frank Hofmann informiert. Vom 30. April bis zum 8. Mai gaben die Mügelner Vereinsfreunde mit ihrer Lok dort tatkräftige Unterstützung.

„Der Pollo ist eine ebenfalls 750 Millimeter schmalspurige Eisenbahn. Sein Streckennetzentstandvon 1897bis 1912 und wurde 1969 schrittweise stillgelegt“, erläutert Hofmann weiter.

Ein Förderverein aus Lindenberg baute schließlichab dem Jahr 2002 mit Hilfe von ABM-Kräften ein Teilstück der im Volksmund Pollo genannten Schmalspurbahn ab Mesendorf, unweit von Pritzwalk, wieder auf. Leider verfügt der Verein über keine betriebsfähige Dampflokomotive, und so borgen sich die Mitglieder immer mal von anderen Bahnen Lokomotiven aus.

Jeweils in der Himmelfahrtswoche waren schon Loks aus Jöhstadt, aus Klostermansfeld und nun eben auch aus Mügeln im Einsatz. Mehrere Mitglieder des Fördervereins „Wilder Robert“ konnten bei dem Gasteinsatz in der Priegnitz auch als Lok-, Zugführer oder Heizer fungieren.

HG mehr …
Datum: 17.05.2005 21.45 Uhr

Selfkantbahn: News vom 17.05.-27.05.2005

http://www.netecho.info/schlagzeilen/
rubrik.asp?a=%7BDF59CCCE-A4D0-44ED-B18C-932EC369F54B%7D

Heinsberg

Ab dem heutigen Donnerstag, 26. Mai, bis Sonntag, 29. Mai, feiert die Selfkantbahn im Kreis Heinsberg, die letzte schmalspurige Kleinbahn in Nordrhein-Westfalen, den 75. Geburtstag ihrer Dampflok 5, der »Regenwalde«. 1930 lieferte die Lokomotivenfabrik Borsig, Berlin, die Dampflok an die Regenwalder Kleinbahn in Pommern.

22 Jahre verkehrte sie dort im Kreis Regenwalde und anschließend weitere 25 Jahre bei der »Warschauer Zufahrtsbahn« im Raum Warschau. Danach wurde sie verkauft und landete für einige Jahre im Garten eines Eisenbahnliebhabers in Hasselt. Dort konnte die Selfkantbahn 1984 das gute Stück erwerben und aus der Gartenidylle in Hasselt in die Werkstatt in Gangelt-Schierwaldenrath umquartieren. Sechs Jahre dauerte die gründliche Restaurierung, bis die Dampflok 1990 als »Lok 5« bei der Selfkantbahn in Betrieb genommen und auf den Namen »Regenwalde« getauft wurde.

An die wechselhafte Lebensgeschichte der »Regenwalde« und an ihre pommerschen und polnischen Stationen will die Selfkantbahn mit …

News vom 17.05.2005

Millimeterarbeit beim neuen Gleis
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/
page&atype=ksArtikel&aid=1114097564044&openMenu=1012902958597&called
PageId=1012902958597&listid=1018348861777

Gernrode/MZ. Mit ohrenbetäubendem Geratter bewegen sich Stahlfinger zwischen den Gleisen. Durch die Vibrationen wird der Schotter festgerüttelt, während ein Maschinenteil davor die Schienen und Schwellen angehoben hat. Dann wird das Gleis wieder abgesenkt. Andreas Bodemann kontrolliert in seinem Messwagen die Höhe und anhand eines Laserstrahls die Ausrichtung des Gleises. Es ist Millimeterarbeit, die die 33 Tonnen schwere Gleisstopfmaschine am Gernröder HSB-Bahnhof leistet.

„Wenn die Leute das sehen könnten, die das damals gebaut haben“, malt sich Herrmann Thiele beeindruckt aus. „Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viele Menschen und wie viel Kraft vor über 100 Jahren nötig waren, um die Schmalspurgleise zu verlegen“, meint der Gernröder. „Wir sind etwas über 20 Mann, berichtete Polier Bernhard Sadowski vom Erfurter Gleisbau. Seit genau 100 Jahren baut seine Firma Gleise. Schienen für eine Schmalspurbahn hat Sadowski noch nicht verlegt, doch in Erfurt und Gotha fahren auch die Straßenbahnen mit 1 000 Millimeter Spurweite. Gernrode ist für dem Gleisbauer also nichts Besonderes.

400 Meter Gleisanlagen werden bis Ende nächster Woche beim Umbau des Gernröder Bahnhofes vom End- zum Kreuzungsbahnhof angepasst sowie vier Weichen neu- oder umgebaut. Am Bahnhof wird ein Mittelbahnsteig neu gebaut. Bereits am Sonnabendvormittag sollen die Züge wieder normal aus Gernrodes Bahnhof fahren können, sagt Bernhard Sadowski. Dafür wird mitunter bis in die Nacht gearbeitet. Der erste Bauabschnitt wird an der Vorsignalbake enden. Die steht seit einer Woche auf freie Fahrt, doch bis der erste Zug nach Quedlinburg rollen kann, wird noch über ein Jahr vergehen.

Der Auftrag für den zweiten Bauabschnitt, der den Neubau von zwei automatischen Halbschrankenanlagen im Bereich des Bahnhofes Bad Suderode sowie den Austausch der alten Normalspurgleise (1 435 Millimeter) gegen Schmalspurgleise umfasst, ist noch nicht vergeben. Der langwierigste Teil des Baus ist nach Angaben von Jörg Bauer, dem Betriebsleiter der Harzer Schmalspurbahnen, die Planung. In Quedlinburg müssen durch die Deutsche Bahn zwei Stellwerke aufgelöst, das Stellwerk Ost zum Zentralstellwerk umgebaut sowie drei Bahnsicherungsanlagen neu gebaut werden. Der HSB obliegt der Neubau als Endbahnhof der Selketalbahn. Dazu gehört auch ein neuer Wasserkran für die Dampflokomotiven. Bis zum Weiterbau dauert es also noch etwas. mehr …
Datum: 17.05.2005 21.44 Uhr

Harzer Schmalspurbahnen beginnen heute Ausbau im Selketal
http://www.volksstimme.de/news/anhalt/show_fullarticle.asp?AID=677175&Region=
Sachsen-Anhalt&Template=FullArticle_kurz
&Column=

Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) beginnen heute mit der Verlängerung ihrer Selketalstrecke. Vom kommenden Sommer an müssen Zugreisende nicht mehr in Gernrode aussteigen, die Dampfzüge fahren dann bis Quedlinburg weiter. Das Land zahlt für den 8, 5 Kilometer langen Gleisneubau rund 6, 2 Millionen Euro.

Wernigerode. Für Jörg Bauer bedeutet der heutige Tag „schon eine kleine Sensation“. Wann sonst, so der oberste Betriebsleiter der Harzer Schmalspurbahnen, werde in Deutschland begonnen, eine reine Schmalspurstrecke zu bauen? Laut Bauer gab es das zuletzt 1948, und zwar zwischen Glöwen und Havelberg. Diese Strecke im Brandenburgischen wurde jedoch 1971 von der Reichsbahn wieder eingestellt.

Im Harz also ist dieses kleine Bahnwunder heute in Gernrode zu erleben. Der Aufbau der rund 8, 5 Kilometer langen bis Quedlinburg führenden Gleise beginnt mit einem Abriss. Der HSB-Bahnhof dort muss so umgebaut werden, dass die Dampflokomotiven und Triebwagen auf die frühere Strecke der Deutschen Bahn gelangen können, die bis in die Welterbestadt Quedlinburg führte. Die „große Bahn“ ließ am 31. Januar 2004 letztmalig ihre Züge zwischen Quedlinburg – Gernrode – Frohse fahren und schloss somit ein 139-jähriges Kapitel der Bahngeschichte. Dieses Aus bedeutete für die „kleine Bahn“ die große Chance, ihre Züge bis nach Quedlinburg rollen zu lassen. Mit Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre wurden sich die Wernigeröder HSB-Verantwortlichen schnell einig, bereits im Dezember 2003 war ein Papier unter Dach und Fach. Das Land unterstützt eine Verbindung der touristischen Höhepunkte Harzer Schmalspurbahnen und Welterbestadt, heißt es darin. Nachdem mit 600 000 Euro Studien und Planungen finanziert wurden, werden bis zum nächsten Jahr etwa 5, 6 Millionen Euro in eine verlängerte Selketalbahnstrecke verbaut sein.

Die HSB profitiert dabei vom noch immer guten Zustand der stillgelegten Strecke gen Quedlinburg. Die Betonschwellen werden zwar wie zunächst das gesamte Streckengleis demontiert, doch das Schotterbett und sogar die Schienen können wieder verwendet werden. Der Bahnhof in der Welterbestadt wird so umgebaut, dass Sonderzüge der Schmalspurbahn mit bis zu acht Wagen auf den Gleisen 3 und 4 halten können.

Spricht Jörg Bauer von einem Bahnwunder, so hofft Quedlinburgs Bürgermeister Eberhard Brecht auf ein finanzielles Wunder. Aus seiner Stadtkasse sind nämlich anteilig die Kosten für moderne Bahnübergänge oder die Umgestaltung des Bahnhofs samt Großparkplatz auf dem früheren Güterbahnhof zu bezahlen. Doch Quedlinburg ist pleite. Gleichwohl weiß Brecht um die Chancen aus dem HSB-Anschluss für seine Stadt: „Wir haben Anlauf genommen, die finanziellen Hürden zu überwinden, aber noch sind wir nicht drübergesprungen.“

Nicht nur Quedlinburg, auch die Wernigeröder HSB-Chefetage verspricht sich ein gutes Geschäft. Mehr als eine Million Fahrgäste werden jährlich durch den Harz gefahren. Nur, auf den bislang 52 Kilometern im Selketal sind es gerade mal 110 000 Reisende. Gelänge es, nur zehn Prozent der schätzungsweise eine Million Tagestouristen in Quedlinburg zum Einsteigen in die Triebwagen oder von Dampflokomotiven gezogenen Waggons zu bewegen, könnte die HSB ihr Fahrgastaufkommen dort nahezu verdoppeln. Die ersten Reisenden sollen die Welterbestadt im Sommer 2006 per HSB erreichen können. Das genaue Datum will die Bahn erst in einem halben Jahr nennen, wenn alle Planungen genehmigt sind.

Die Selketalbahn ist offenbar für Bahner-Euphorien bestens geeignet. Als 1905 die Gleise von Gernrode-Harzgeroder-Eisenbahn und Nordhausen-Wernigeroder-Eisenbahn am Bahnhof Eisfelder Talmühle miteinander verbunden wurden, war „von einem Meilenstein der Verkehrsentwicklung im Harz“ die Rede. Klingt doch irgendwie auch nach einer Sensation.

Von Tom Koch mehr …
Datum: 17.05.2005 21.43 Uhr

131,2 Kilometer durch den Harz
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&
amp;aid=1105631181306&openMenu=1013016724285&called
PageId=1013016724285&listid=1018881578312

Halle/MZ. Die Harzer Schmalspurbahn (HSB) fährt auf einem Steckennetz von 131,2 Kilometer durch die schönsten Gegenden des Harzes. Es ist das längste zusammenhängende Schmalspurnetz Deutschlands.

Ursprünglich waren es drei Gesellschaften, die den Harz wirtschaftlich mit der Bahn erschließen und den beginnenden Fremdenverkehr fördern wollten. Im Jahr 1886 wurde die Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn AG (GHE) gegründet. Die Nordhausen-Wernigerode-Eisenbahn (NWE) folgte 1896, die Südharzeisenbahn von Walkenried nach Braunlage kam 1897 hinzu. 1913 wurden die Bahnen miteinander verbunden.

Die Südharzeisenbahn musste ihren Betrieb in Folge der deutschen Teilung einstellen. GHE und NWE wurden 1949 von der Deutschen Reichsbahn übernommen und bis 1993 geführt. Eine Betreibergesellschaft mit Anliegergemeinden und Landkreisen gründete am 1. Februar 1993 die HSB als GmbH.

Zur Harzer Schmalspurbahn gehören 44 Bahnhöfe und Haltepunkte, 400 Brücken und Durchlässe. Der Brockenbahnhof befindet sich auf einer Höhe von 1 125 Metern. Zum Fahrzeugpark der HSB gehören 25 Dampflokomotiven, sechs Triebwagen, 16 Diesellokomotiven und mehrere historische Personenwagen, die Eisenbahnromantik entlang von Bode und Selke sowie im Nationalpark Harz hinauf zum Brocken vermitteln. Jährlich fahren mehr als 1,1 Million Fahrgäste mit den Zügen der Harzer Schmalspurbahnen. Den größten Anteil verbucht die Brockenstrecke, auf der im vergangenen Jahr 690 000 Fahrgäste befördert wurden. mehr …
Datum: 17.05.2005 21.41 Uhr

Harz: News vom 17.05.2005, aus mz-web

http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/
page&atype=ksArtikel&aid=1114097564044&openMenu=1012902958597&called
PageId=1012902958597&listid=1018348861777

Gernrode/MZ. Mit ohrenbetäubendem Geratter bewegen sich Stahlfinger zwischen den Gleisen. Durch die Vibrationen wird der Schotter festgerüttelt, während ein Maschinenteil davor die Schienen und Schwellen angehoben hat. Dann wird das Gleis wieder abgesenkt. Andreas Bodemann kontrolliert in seinem Messwagen die Höhe und anhand eines Laserstrahls die Ausrichtung des Gleises. Es ist Millimeterarbeit, die die 33 Tonnen schwere Gleisstopfmaschine am Gernröder HSB-Bahnhof leistet.

„Wenn die Leute das sehen könnten, die das damals gebaut haben“, malt sich Herrmann Thiele beeindruckt aus. „Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viele Menschen und wie viel Kraft vor über 100 Jahren nötig waren, um die Schmalspurgleise zu verlegen“, meint der Gernröder. „Wir sind etwas über 20 Mann, berichtete Polier Bernhard Sadowski vom Erfurter Gleisbau. Seit genau 100 Jahren baut seine Firma Gleise. Schienen für eine Schmalspurbahn hat Sadowski noch nicht verlegt, doch in Erfurt und Gotha fahren auch die Straßenbahnen mit 1 000 Millimeter Spurweite. Gernrode ist für dem Gleisbauer also nichts Besonderes.

400 Meter Gleisanlagen werden bis Ende nächster Woche beim Umbau des Gernröder Bahnhofes vom End- zum Kreuzungsbahnhof angepasst sowie vier Weichen neu- oder umgebaut. Am Bahnhof wird ein Mittelbahnsteig neu gebaut. Bereits am Sonnabendvormittag sollen die Züge wieder normal aus Gernrodes Bahnhof fahren können, sagt Bernhard Sadowski. Dafür wird mitunter bis in die Nacht gearbeitet. Der erste Bauabschnitt wird an der Vorsignalbake enden. Die steht seit einer Woche auf freie Fahrt, doch bis der erste Zug nach Quedlinburg rollen kann, wird noch über ein Jahr vergehen.

Der Auftrag für den zweiten Bauabschnitt, der den Neubau von zwei automatischen Halbschrankenanlagen im Bereich des Bahnhofes Bad Suderode sowie den Austausch der alten Normalspurgleise (1 435 Millimeter) gegen Schmalspurgleise umfasst, ist noch nicht vergeben. Der langwierigste Teil des Baus ist nach Angaben von Jörg Bauer, dem Betriebsleiter der Harzer Schmalspurbahnen, die Planung. In Quedlinburg müssen durch die Deutsche Bahn zwei Stellwerke aufgelöst, das Stellwerk Ost zum Zentralstellwerk umgebaut sowie drei Bahnsicherungsanlagen neu gebaut werden. Der HSB obliegt der Neubau als Endbahnhof der Selketalbahn. Dazu gehört auch ein neuer Wasserkran für die Dampflokomotiven. Bis zum Weiterbau dauert es also noch etwas. mehr …
Datum: 17.05.2005 21.44 Uhr


Harzer Schmalspurbahnen beginnen heute Ausbau im Selketal

http://www.volksstimme.de/news/anhalt/show_fullarticle.asp?AID=677175&Region=
Sachsen-Anhalt&Template=FullArticle_kurz
&Column=

Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) beginnen heute mit der Verlängerung ihrer Selketalstrecke. Vom kommenden Sommer an müssen Zugreisende nicht mehr in Gernrode aussteigen, die Dampfzüge fahren dann bis Quedlinburg weiter. Das Land zahlt für den 8, 5 Kilometer langen Gleisneubau rund 6, 2 Millionen Euro.

Wernigerode. Für Jörg Bauer bedeutet der heutige Tag „schon eine kleine Sensation“. Wann sonst, so der oberste Betriebsleiter der Harzer Schmalspurbahnen, werde in Deutschland begonnen, eine reine Schmalspurstrecke zu bauen? Laut Bauer gab es das zuletzt 1948, und zwar zwischen Glöwen und Havelberg. Diese Strecke im Brandenburgischen wurde jedoch 1971 von der Reichsbahn wieder eingestellt.

Im Harz also ist dieses kleine Bahnwunder heute in Gernrode zu erleben. Der Aufbau der rund 8, 5 Kilometer langen bis Quedlinburg führenden Gleise beginnt mit einem Abriss. Der HSB-Bahnhof dort muss so umgebaut werden, dass die Dampflokomotiven und Triebwagen auf die frühere Strecke der Deutschen Bahn gelangen können, die bis in die Welterbestadt Quedlinburg führte. Die „große Bahn“ ließ am 31. Januar 2004 letztmalig ihre Züge zwischen Quedlinburg – Gernrode – Frohse fahren und schloss somit ein 139-jähriges Kapitel der Bahngeschichte. Dieses Aus bedeutete für die „kleine Bahn“ die große Chance, ihre Züge bis nach Quedlinburg rollen zu lassen. Mit Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre wurden sich die Wernigeröder HSB-Verantwortlichen schnell einig, bereits im Dezember 2003 war ein Papier unter Dach und Fach. Das Land unterstützt eine Verbindung der touristischen Höhepunkte Harzer Schmalspurbahnen und Welterbestadt, heißt es darin. Nachdem mit 600 000 Euro Studien und Planungen finanziert wurden, werden bis zum nächsten Jahr etwa 5, 6 Millionen Euro in eine verlängerte Selketalbahnstrecke verbaut sein.

Die HSB profitiert dabei vom noch immer guten Zustand der stillgelegten Strecke gen Quedlinburg. Die Betonschwellen werden zwar wie zunächst das gesamte Streckengleis demontiert, doch das Schotterbett und sogar die Schienen können wieder verwendet werden. Der Bahnhof in der Welterbestadt wird so umgebaut, dass Sonderzüge der Schmalspurbahn mit bis zu acht Wagen auf den Gleisen 3 und 4 halten können.

Spricht Jörg Bauer von einem Bahnwunder, so hofft Quedlinburgs Bürgermeister Eberhard Brecht auf ein finanzielles Wunder. Aus seiner Stadtkasse sind nämlich anteilig die Kosten für moderne Bahnübergänge oder die Umgestaltung des Bahnhofs samt Großparkplatz auf dem früheren Güterbahnhof zu bezahlen. Doch Quedlinburg ist pleite. Gleichwohl weiß Brecht um die Chancen aus dem HSB-Anschluss für seine Stadt: „Wir haben Anlauf genommen, die finanziellen Hürden zu überwinden, aber noch sind wir nicht drübergesprungen.“

Nicht nur Quedlinburg, auch die Wernigeröder HSB-Chefetage verspricht sich ein gutes Geschäft. Mehr als eine Million Fahrgäste werden jährlich durch den Harz gefahren. Nur, auf den bislang 52 Kilometern im Selketal sind es gerade mal 110 000 Reisende. Gelänge es, nur zehn Prozent der schätzungsweise eine Million Tagestouristen in Quedlinburg zum Einsteigen in die Triebwagen oder von Dampflokomotiven gezogenen Waggons zu bewegen, könnte die HSB ihr Fahrgastaufkommen dort nahezu verdoppeln. Die ersten Reisenden sollen die Welterbestadt im Sommer 2006 per HSB erreichen können. Das genaue Datum will die Bahn erst in einem halben Jahr nennen, wenn alle Planungen genehmigt sind.

Die Selketalbahn ist offenbar für Bahner-Euphorien bestens geeignet. Als 1905 die Gleise von Gernrode-Harzgeroder-Eisenbahn und Nordhausen-Wernigeroder-Eisenbahn am Bahnhof Eisfelder Talmühle miteinander verbunden wurden, war „von einem Meilenstein der Verkehrsentwicklung im Harz“ die Rede. Klingt doch irgendwie auch nach einer Sensation.

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Datum: 17.05.2005 21.43 Uhr


131,2 Kilometer durch den Harz

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Halle/MZ. Die Harzer Schmalspurbahn (HSB) fährt auf einem Steckennetz von 131,2 Kilometer durch die schönsten Gegenden des Harzes. Es ist das längste zusammenhängende Schmalspurnetz Deutschlands.

Ursprünglich waren es drei Gesellschaften, die den Harz wirtschaftlich mit der Bahn erschließen und den beginnenden Fremdenverkehr fördern wollten. Im Jahr 1886 wurde die Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn AG (GHE) gegründet. Die Nordhausen-Wernigerode-Eisenbahn (NWE) folgte 1896, die Südharzeisenbahn von Walkenried nach Braunlage kam 1897 hinzu. 1913 wurden die Bahnen miteinander verbunden.

Die Südharzeisenbahn musste ihren Betrieb in Folge der deutschen Teilung einstellen. GHE und NWE wurden 1949 von der Deutschen Reichsbahn übernommen und bis 1993 geführt. Eine Betreibergesellschaft mit Anliegergemeinden und Landkreisen gründete am 1. Februar 1993 die HSB als GmbH.

Zur Harzer Schmalspurbahn gehören 44 Bahnhöfe und Haltepunkte, 400 Brücken und Durchlässe. Der Brockenbahnhof befindet sich auf einer Höhe von 1 125 Metern. Zum Fahrzeugpark der HSB gehören 25 Dampflokomotiven, sechs Triebwagen, 16 Diesellokomotiven und mehrere historische Personenwagen, die Eisenbahnromantik entlang von Bode und Selke sowie im Nationalpark Harz hinauf zum Brocken vermitteln. Jährlich fahren mehr als 1,1 Million Fahrgäste mit den Zügen der Harzer Schmalspurbahnen. Den größten Anteil verbucht die Brockenstrecke, auf der im vergangenen Jahr 690 000 Fahrgäste befördert wurden. mehr …

Sachsen-Anhalt: Erster Spatenstich zur HSB-Verlängerung

http://www.lok-report.de/

Erster Spatenstich zur Verlängerung der HSB nach Quedlingburg in Gernrode: von links nach rechts Bürgermeister Grundmann aus Gernrode, Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre, HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener und Bürgermeister Brecht aus Quedlinburg. Im Bf. Gernrode stand der Sonderzug mit 995906-5. Die erste Weiche der Streckenverlängerung nach Quedlinburg wird eingebaut.
Die Unesco-Welterbestadt Quedlinburg bekommt bis Mitte 2006 einen direkten Anschluss an das mit historischen Dampfloks betriebene Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen. In den nächsten Monaten soll dazu die rund 8,5 Kilometer lange Bahnverbindung nach Gernrode für den Schmalspurbetrieb umgerüstet werden. Die Kosten des Vorhabens von knapp sechs Millionen Euro trägt das Land.

„Die Verlängerung der Selketalbahn von Gernrode nach Quedlinburg ist eine wichtige Investition in die Zukunft der Harz- und Vorharzregion“, betonte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre heute beim offiziellen Beginn der Bauarbeiten in Gernrode. Touristische Attraktionen würden so auf reizvolle Weise miteinander verbunden. „Ich bin davon überzeugt, dass dieses Angebot bei Urlaubern, Besuchern und Einheimischen gleichermaßen auf große Resonanz stoßen wird“.
Die Verlängerung der Selketalbahn von Gernrode nach Quedlinburg wird voraussichtlich bis zur Mitte des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Das Schienennetz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), zu dem neben der Selketalbahn auch die Harzquer- und die Brockenbahn gehört, umfasst dann mehr als 140 Kilometer.
HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener dankte dem Land Sachsen-Anhalt für das erneute sichtbare Bekenntnis des Landes zum touristischen Leistungsträger HSB. Die großzügige Förderung in eine neue Schmalspureisenbahninfrastruktur sei in der heutigen Zeit deutschlandweit – wenn nicht europaweit – einmalig und lege damit die Voraussetzung dafür, speziell das romantische Selketal, aber auch den gesamten Harz durch das erweiterte Gesamtstreckennetz noch attraktiver zu präsentieren.
In Quedlinburg eröffnet die HSB bereits im Sommer 2005 den neuen „Dampfladen Nr. 7“ auf dem Marktplatz, so dass Einheimische und Touristen schon frühzeitig die Möglichkeit haben, sich über den Baufortschritt sowie über das umfangreiche Verkehrs- und Souvenirangebot der HSB zu informieren.
Die Bauleistungen im Überblick sind:
– ca. 8,5 km Umbau Strecke vom Regelspur (1435 mm) auf Schmalspur (1000 mm).
– Bahnhof Gernrode wird vom End- zum Kreuzungsbahnhof ausgebaut: vier Weichen neu-/umgebaut, 400 m Gleisanlagen angepasst, Bahnsteig saniert.
– Freie Strecke von Gernrode bis Quedlinburg: zwei Bahnübergangssicherungsanlagen im Bereich des alten Bf. Bad Suderode neu aufbauen (Halbschrankenanlagen).
– Bahnhof Quedlinburg HSB-Teil: Neubau als Endbahnhof der Schmalspurbahn, drei Gleise; drei Weichen; Gleisumbau, Anpassung Nebenanlagen, neuer Wasserkran für Dampflokomotiven.
– Bahnhof Quedlinburg DB-Teil: Auflösung von zwei Stellwerken, Umbau des Stellwerks Quedlinburg Ost zum Zentralstellwerk, Einbau einer Weiche.
– Drei Bahnübergangssicherungsanlagen neu aufbauen (Halbschrankenanlagen).
Grundlage für die Baumaßnahme ist eine vom Ministerium für Bau und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie.
Danach soll zunächst der HSB-Bahnhof Gernrode zu einem Kreuzungsbahnhof mit Rückfallweichen ausgebaut und ein vorhandener einseitiger Zwischenbahnsteig saniert werden. Am Ende des heutigen Hausbahnsteiges am Empfangsgebäude (aus Richtung Alexisbad gesehen) wird die Ausfädelung der neuen Strecke in Richtung Quedlinburg mit dem Umbau der dortigen Weichenstraße erfolgen. Die neue Strecke wird dann quer über die heutige als solche nicht mehr genutzte Ladestraße verlaufen und etwa in Höhe der Straße Am Töpferstieg die derzeitige Regelspurstrecke erreichen. Damit können die bisherigen Rangier- und Abstellgleise im Bereich zwischen der Triebfahrzeugeinsatzstelle und der ehemaligen Umladung weiter in bisheriger Form genutzt werden, so dass auch künftig genügend Abstellkapazitäten für den Regel- und Sonderreiseverkehr zur Verfügung stehen.
Das regelspurige Streckengleis von Gernrode bis Quedlinburg muss zunächst vollständig zurückgebaut werden. Allerdings ist der Unterbau in einem relativ guten Zustand, so dass er auch wegen der geringeren Achslasten der Schmalspur sowie der schwächeren Zugfrequenz unverändert weiter genutzt werden kann. Die weitere Nutzung der Schwellen dagegen ist nicht möglich. Die zwei mechanischen Vollschrankenanlagen in Bad Suderode werden in automatische Anlagen umgerüstet. Die Bahnsteige am heutigen Gleis 1 in Bad Suderode und am Haltepunkt Quedlinburg-Quarmbeck können künftig weiter genutzt werden (Pressemeldung Ministerium für Bau und Verkehr, Fotos Thomas Splittgerber, 19.04.05).

Sachsen: Planungsleistungen Weißeritztalbahn vergeben

http://www.lok-report.de

Die BVO Bahn GmbH hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Vergabe von Planungsleistungen für den Wiederaufbau der überwiegend durch Hochwasser zerstörten Bahnanlagen der Weißeritztalbahn (Schmalspurbahn Freital-Hainsberg – Kurort Kipsdorf) an die Bietergemeinschaft …

Zukunft am Gleis

http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/
30.01.2005/1617277.asp

Renaissance für Polens Schmalspurbahnen

Eisenbahnromantiker sind in Polen bestens aufgehoben. Auf immer mehr Gleisstrecken zwischen Ostsee und Karpaten fahren wieder nostalgische Schmalspurzüge. Vor einigen Jahren kündigten die Polnischen Staatsbahnen (PKP) die Liquidation der Bahnen an. Doch viele Städte und Kreise sowie private Investoren haben den Wert der Schmalspurbahnen für die ländliche Infrastruktur und den Tourismus erkannt und übernahmen die Strecken.
So geschah es in Starachowice bei Radom: Die „Stiftung polnischer Schmalspurbahnen“ (FPKW) übernahm den Abschnitt. „Vor zehn Jahren hat die PKP die Strecke aufgegeben“, erzählt Pawel Szwed, FPKW- Vorsitzender. Bis 2001, als die Stiftung Interesse an der Strecke bekundete, waren die Gleise in schlechtem Zustand und zum Teil von Dieben als Altmetall abmontiert worden, erinnert sich Szwed.
„Insgesamt fünf von 20 Kilometern Gleis wurde gestohlen.“ Die Instandsetzung begann 2003 und dauerte ein Jahr. Seit Mai befördert die Diesel-Lok WLF 75 wöchentlich rund 300 Passagiere am Wochenende die fünf Kilometer von Starachowice nach Lipia und zurück.

Ein Ausbau der Strecke ist geplant, die FPKW ist auf Investorensuche.
Eine weit höhere Fahrgastzahl weist die Schmalspurbahn in Znin als Erfolgsgeschichte aus. 100 000 Fahrgäste fahren jährlich mit der 110-jährigen Bahn. „Die hohe Passagierzahl ermöglicht das Überleben unserer Bahn“, sagt Andrzej Poturlski, der Vorsitzende der Betreibergesellschaft. Die hohe Zahl der Fahrgäste ist nicht zufällig: An der Strecke zwischen Znin und Gasawa liegt das Touristenzentrum Biskupin mit seinem archäologischen Museum und die Stadt Wenecja mit dem Schmalspurbahnmuseum.
Die Betreibergesellschaft des Kreises Znin und zweier Gemeinden übernahm im Frühjahr 2002 die zwölf Kilometer lange Strecke von den PKP. Seitdem fahren die zwei Diesel- und eine Dampflokomotive zwischen April und Oktober bis zu sechs Mal täglich.
Nahezu zwei Dutzend Schmalspurstrecken werden derzeit noch befahren. Häufig können die Verbindungen mehr als 100 Jahre Eisenbahn-Geschichte vorweisen. Doch nicht alle Bahnen, die einst im PKP-Besitz waren, hatten eine Zukunft. In einigen Landesteilen liegen solche Strecken ungenutzt da und rosten vor sich hin – hier sind es eher traurige Abstellgleise statt Wege in die Zukunft. dpa