Kreisbahn „Rosa“: Rückkehr einer Legende? – Quelle: https://www.shz.de

https://www.shz.de/lokales/landeszeitung/kreisbahn-rosa-rueckkehr-einer-legende-id21088412.html

Es ist ein kühner Plan, aber Andreas Knopf aus Brammer will ihn umsetzen. Die alte #Rendsburger #Kreisbahn, besser bekannt als „#Rosa“ soll wiederbelebt werden. Nicht als ein Museumszug, sondern als eine moderne Ergänzung zum Öffentlichen #Personennahverkehr und vor allem eine #Ausflugsbahn – gefördert durch EU-Mittel. Mit dieser Idee möchte er potenzielle Unterstützer, wie die Bürgermeister entlang der geplanten Streckenführung gewinnen.

„Das kann eine super Sache für die Region werden“, erzählt Knopf über sein Projekt, „es wäre nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal, sondern fördert auch den sanften Tourismus“. Denn eine #Schmalspurbahn braucht nur sehr wenig Platz. Bei der geplanten Spurbreite von #600 Millimetern wäre die gesamte Trasse nicht viel breiter als ein Graben. „Das ist mir wichtig, dass sich die Bauern keine Sorgen machen über die Landabgabe. Die soll so gering wie möglich gehalten werden.“ Und auch ansonsten soll die Umwelt nur gering belastet werden: Auf den Zügen sollen #Akku-Lokomotiven ohne Abgase und schadstoffreduzierte Motorlokomotiven zum Einsatz kommen. Das Thema Schmalspurbahn ist für Knopf mehr als ein spontaner Gedanke. Der 56-Jährige fuhr bereits auf Loks in Wales und Rumänien, sammelte Erfahrungen mit der „#Feldbahn“ im nordrhein-westfälischen #Scherembeck und betreibt die „#Oskar-Alexander-Kurbahn“ in #Bad Bramstedt, die für Knopf ein erster Schritt ist, die Schmalspurbahnen wiederzubeleben.

Stephan Lubomierski von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis sieht für ein solches Projekt noch Hürden, die übersprungen werden müssen. So müsste die Flächenerwerb geklärt und sicherlich Partner mit ins Boot …

Trockeneis in der Dampflok-Werkstatt Hochbetrieb im Öchsle-Lokschuppen

KREIS #BIBERACH (tf) – Im Warthauser #Lokschuppen der #Öchsle-Bahn arbeiten etwa zehn Mitglieder des Öchsle-Schmalspurbahnvereins ehrenamtlich daran, die derzeitige Hauptlok des Museumsbetriebs, die 62-jährige #99 788 "#Berta", für die kommende Saison einsatzbereit zu machen. Auch an der #Ur-Öchsle-Lok #99 633, Baujahr 1899, sind Arbeiten nötig, während #99 716 "#Rosa" von 1927, mittlerweile weitgehend zerlegt, noch auf ihre #Hauptuntersuchung warten muss.

Minus 24,9 Grad zeigt das Laserthermometer am Lager einer Triebwerksstange. Das ist genug: Der umgebende Stahl wird nun mit dem Schweißbrenner heiß gemacht und nach kurzer Zeit kann die Lagerbuchse ganz leicht herausgedrückt werden. Den Trick erläutert Professor Martin Cichon vom Schmalspurbahnverein: "Wir füllen die Lager mit Trockeneis, wodurch sie sich etwas zusammenziehen". Früher mussten die Lager mit hohen Drücken aus- und eingepresst werden. Durch das neue Trockeneisverfahren sei die Gefahr, die Buchsen zu beschädigen, viel geringer, wie Cichon erklärt. Die Bronzebuchsen werden dann neu mit Weißmetall ausgegossen und auf die erforderlichen Maße gebracht.
Die Triebwerksstangen, für welche die Lager aufgearbeitet werden, gehören zur Öchsle-Dampflok 99 788 "Berta", die seit 2012 die Hauptlast im Museumsbetrieb trägt. "Ein gewisser Verschleiß ist da normal", sagt Benny Bechter, Vorsitzender des Schmalspurbahnvereins. Auch Dampf- und Überhitzerrohre mussten überprüft und teilweise neu abgedichtet werden. "Zudem stehen noch Schweißarbeiten am Dampfkessel an", so Bechter.
Neben den Arbeiten in #Warthausen wurden auch Aufträge an Spezialfirmen vergeben. Beispielsweise ging eine Achse zur Reparatur eines Kuppelzapfens ins #Dampflokwerk #Meiningen und eine Schmierpumpe musste zur Instandsetzung nach Bremen geschickt werden. Es ist die vorletzte Saison, für die "Berta" 2018 vorbereitet wird, bevor ab 2020 im Rahmen der Hauptuntersuchung eine grundlegende Überholung der Lok ansteht. "Berta" wurde 1956 bei Lokomotivbau Karl Marx in Babelsberg in einer Nachbauserie des sächsischen Typs VII K gebaut.
Im Museumsbetrieb wird sie seit 2014 vom Öchsle-Schmuckstück, der Württembergischen Mallet Tssd 99 633 von 1899, ergänzt. Auch an dieser "Ur-Öchsle-Lok" werden derzeit einige Reparaturen und Wartungsarbeiten durchgeführt. Beispielsweise wurden die Schwingen, Teile der Dampfsteuerungsmechanik, erneuert sowie die Bremsanlage und andere sicherheitsrelevante Teile überprüft.
Vergeblich schaut man sich im Warthauser Lokschuppen nach 99 716 "Rosa" um. Lediglich Einzelteile, wie die Radsätze, sind zu erkennen. Tatsächlich ragt das Herz der Lok, reduziert auf den Rahmen und den Dampfkessel, wie eine skurrile Technikskulptur vor dem Gebäude aus dem Schnee. "Rosa liegt zur Zeit auf Eis, weil wir uns vor der Saison auf die anderen Loks konzentrieren müssen", sagt Benny Bechter. 2020 muss sie wieder auf der Öchsle-Strecke dampfen  um "Berta" zu ersetzen. Zuvor ist eine umfassende Überholung und Abnahme im Rahmen einer Hauptuntersuchung nötig. Bislang wurde "Rosa" soweit zerlegt, dass der Umfang der Arbeiten abgeschätzt werden kann. "Gerade holen wir Angebote ein, dann entscheiden wir, was in Warthausen oder in Fremdwerkstätten gemacht wird", erläutert Bechter den aktuellen Stand.

INFO: Das Öchsle startet am 1. Mai in die Saison 2018. Reservierungen für Sonderfahrten sind bereits jetzt unter Telefon 07352/922026 möglich. Nähere Informationen auch im Internet unter www.oechsle-bahn.de.

Mit freundlichen Grüßen
ÖCHSLE-BAHN – Pressebüro

Thomas Freidank

 

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88400 Biberach
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PRESSEBÜRO:

Thomas Freidank
(Dipl.-Journalist)
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Öchsle 2017 auf stabilem Gleis Wichtige Projekte begonnen

KREIS #BIBERACH (tf) – Im Jahr 2017 dampften 44.058 Fahrgäste an 72 Fahrtagen mit der #Öchsle-Bahn zwischen #Warthausen und #Ochsenhausen. Dies sind 965 weniger als im Vorjahr, was in der üblichen witterungsbedingten Schwankungsbreite liegt. Mehrere wichtige Projekte für den langfristigen Betrieb der #Museumsbahn wurden 2017 abgeschlossen oder angeschoben.

Zufriedene Gesichter herrschen beim #Öchsle #Schmalspurbahnverein und bei der gemeinnützigen Öchsle-Bahn Betriebsgesellschaft, wie Geschäftsführer Andreas Albinger und Vereinsvorsitzender Benny Bechter im Rückblick auf das Jahr 2017 betonen. Außer den fahrplanmäßigen Zügen waren 13 Sonderfahrten unterwegs, im Vorjahr waren es 16 gewesen. Besonderes Interesse fanden die komplett ausgebuchten #Nikolausfahrten am zweiten Adventswochenende.
Wichtigstes Projekt für den langfristigen Betrieb der Museumsbahn war die #Gleissanierung auf neun Kilometern auf den Gemarkungen Warthausen und #Maselheim im Frühjahr 2017 durch die Öchsle Bahn AG. Mit dieser 1,3 Millionen Euro kostenden Maßnahme wurde das letzte Stück der 2010 begonnenen Streckensanierung abgeschlossen. "Wertvoll für die künftige Streckeninstandhaltung sind die neuen Streckenpläne, die in Kooperation mit der Hochschule Biberach in einem im Juli abgeschlossenen, fast 10-jährigen Vermessungsprojekt, vorgelegt wurden", sagt Andreas Albinger. Eine für Eisenbahnfreunde und Besucher augenfälligere Aufwertung der Museumsbahn war ab Juli ein neuer Blickfang am #Rollbock-Denkmal beim Bahnhof #Ochsenhausen durch den frisch restaurierten "Dietenbronner Getränkewagen", Baujahr 1943.
Ansonsten stand das Jahr im Zeichen wichtiger Zukunftsprojekte, die 2017 angestoßen wurden, aber für die Fahrgäste noch nicht sichtbar sind. "Das wichtigste Vorhaben ist die Wiederaufarbeitung und Hauptuntersuchung der #Öchsle-Lok #99 716 #Rosa, die seit Mai in Warthausen läuft", sagt Benny Bechter. Rosa müsse ab 2020 die Lok 99 788 "Berta" im Museumsbetrieb ersetzen. Schon 2018 werden die Fahrgäste in den Genuss eines rollstuhlgerechten Wagens kommen. Der Umbau des Schweizer Wagens "4044 Stg" von 1924 findet seit März in den Werkstätten der Zillertalbahn statt, nachdem sein Fahrwerk in Warthausen überholt worden war. Hingegen wird die Aufarbeitung des württembergischen Personenwagens "Stg 132" noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Die eisenbahnhistorische Rarität, die 1896 von der Maschinenfabrik Esslingen für das ehemalige "Buchauer Zügle" gebaut worden war, konnte im September zum Öchsle geholt werden. Dass die ehrenamtlichen Helfer des Öchsle Schmalspurbahnvereins Oldtimerwagen in Schmuckstücke verwandeln können, bekamen sie im November durch den Dieter Junker Preis 2017 der Stiftung Deutsche Eisenbahn bestätigt: Gewürdigt wurde damit der 2014 komplett restauriert wieder in Dienst gestellte älteste erhaltene württembergische Schmalspurwagen "Stg 21" von 1891.
Bechter und Albinger hoffen für 2018 auf deutliche Fortschritte für eine Öchsle-Wagenhalle, um die historischen Schätze künftig wettergeschützt unterbringen zu könne. Eine Spende dafür, in Höhe von 30.000 Euro, erhielt die Öchsle-Bahn AG am Jahresende 2017 von der Ulmer Gleis- und Straßenbaufirma Geiger und Schüle. Die Öchsle-Gäste können sich in der kommenden Saison auf neue Angebote freuen, wie einen "Teddybär-Tag" im Juli sowie in Kooperation mit den Festspielen Burgrieden einen "Western-Tag" im Juni.
Um die Museumsbahn zu betreiben, ist die Arbeit des Öchsle-Schmalspurbahnvereins unverzichtbar: Über 10.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden wendeten die 45 aktiven Vereinsmitglieder 2017 für Dienste als Lokführer, Heizer, Zugführer, Schaffner und im Restaurationswagen, für Werkstattarbeiten sowie für die Instandhaltung der Zugstrecke auf. Auch jetzt in der Winterpause stehen in Vorbereitung der neuen Saison 2018 eine Vielzahl von Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Wagen und Lokomotiven an.

INFO: Informationen zur Öchsle-Bahn gibt es im Internet unter www.oechsle-bahn.de.

Mit freundlichen Grüßen
ÖCHSLE-BAHN – Pressebüro

Thomas Freidank

 

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Was macht eigentlich Rosa? 90-jährige Öchsle-Lok wird überholt

KREIS #BIBERACH (tf) – Was macht eigentlich die #Öchsle-Lok #99 716 "#Rosa"? Zuletzt dampfte sie im Dezember 2011 durch Oberschwaben und fiel danach wegen abgelaufener Zulassungsfristen im Ochsenhauser Lokschuppen in einen Dornröschenschlaf. Nun, zum 90sten Geburtstag der Lok, haben im Lokschuppen Warthausen die Arbeiten für ihre #Hauptuntersuchung und erneute #Zulassung begonnen.

Die Radsätze sind vor der Lok "Rosa" aufgereiht, die Wasserkästen stehen neben ihr. "Wie ein Ravensburger Puzzle", witzelt Benny Bechter, Vorsitzender des Öchsle-Schmalspurbahnvereins, angesichts der immer größer werdenden Zahl von Einzelteilen, die sich im modernen Warthauser Lokschuppen breit machen. "Das Führerhaus muss auch noch runter", sagt Rouven Kuhrke vom Schmalspurbahnverein. Seitdem er am 13. Mai die erste Schraube herausgedreht und so mit dem Zerlegen begonnen hat, gilt "Rosa" in der Werkstatt spaßeshalber auch als "Rouvens Lok".
Erst wenn die Lok weitgehend demontiert ist, kann man alle Arbeiten, die für die Hauptuntersuchung anfallen, abschließend beurteilen. Bislang hat sich Verschleiß in erwartbarem Umfang an Fahrwerk und Antrieb, insbesondere an Lagern, herausgestellt. An der Wasserkastenaufhängung müssen Risse geschweißt, an anderen Stellen Nieten ersetzt werden. Auch dass Schweißarbeiten am Kessel anstehen, die allerdings nur von einer Spezialfirma ausgeführt werden können, ist bereits absehbar.
"Wir wollen alle Arbeiten so gründlich durchführen, dass für die kommenden Jahre ein möglichst reibungsloser Betrieb und unkomplizierte Wartungen gesichert sind", so Kuhrke. Das bedeutet beispielsweise, wo es möglich ist ohne das historische Bild zu stören, bessere Materialien zu verwenden oder die Schmierung zu optimieren. Es bedeutet auch eine genaue Dokumentation aller angefertigten Teile, um für künftigen Verschleißersatz darauf zurückgreifen zu können. Vorbild ist die Aufarbeitung der Öchsle-Lok 99 788 "Berta", die zwischen 2007 und 2012 ebenfalls in Eigenregie in Warthausen durchgeführt wurde. "Seither läuft die Lok vorbildlich", so Kuhrke.
2020 laufen allerdings "Bertas" Zulassungsfristen ab und "Rosa" muss bereit sein, den Öchsle-Museumsbetrieb wieder zu übernehmen. "Eigentlich genügend Zeit, jedoch müssen Reparaturen und Wartungen an den in Betrieb stehenden Wagen und Lokomotiven vorrangig ausgeführt werden", gibt Benny Bechter zu bedenken. An der Finanzierung sollte es jedenfalls nicht scheitern: Die Öchsle-Bahn Betriebsgesellschaft hat für diese Aufgabe in den letzten fünf Jahren gezielt Rücklagen von rund 290.000 Euro gebildet. Zudem wird sich die ehrenamtliche Eigenleistung der Mitglieder des Schmalspurbahnvereins am Ende auf mindestens den Gegenwert derselben Summe beziffern lassen, wie die Erfahrung mit "Berta" zeigte.
Die Lok 99 716 "Rosa" wird in diesem Jahr 90 Jahre alt. Sie wurde 1927 bei Hartmann in Chemnitz in einer Nachbauserie des sächsischen Typs VI K gebaut und war zunächst in Sachsen, später auf der Zabergäu- und Bottwartalbahn bei Heilbronn im Einsatz. Nach 25 Jahren im Dampflokmuseum Güglingen kam sie 1993 zum Öchsle. Baugleiche Loks waren ab 1928 auf der Öchsle-Strecke gefahren. Mit 99 651 aus der ersten VI K Baureihe von 1918 ist eine davon als Ausstellungsstück beim Öchsle erhalten. 99 716 Rosas (vorläufig) letzte Fahrt vom Dezember 2011 wurde übrigens mit dem bekannten Eisenbahnromantik-Moderator Hagen von Ortloff für die 113. Folge der Filmreihe "Eisenbahnromantik Videoexpress" dokumentiert.

INFO: Das Öchsle fährt bis Mitte Oktober an jedem Sonntag sowie 1. und 3. Samstag im Monat ab Warthausen bei Biberach um 10.30 und 14.45 Uhr, ab Ochsenhausen um 12 und 16.15 Uhr. Bis Ende September verkehrt der Zug zusätzlich donnerstags. Reservierungen unter Telefon 07352/922026. Informationen gibt es auch im Internet unter www.oechsle-bahn.de.

ÖCHSLE-BAHN – Pressebüro

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