Prototyp des Gotha-Wagens feiert 60-jähriges Jubiläum, aus Thüringer Allgemeine

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#Gotha. Mit dem sanierten Gefährt wird heute eine Sonderfahrt auf der Strecke der #Thüringer #Waldbahn unternommen.

Am Freitag beging der Verein der #Gothaer #Straßenbahnfreunde seinen 20. Geburtstag – einen Tag später haben die Mitglieder und etliche weitere #Straßenbahn-Fans schon wieder einen Grund zum Feiern: Der #Prototyp des Gotha-Wagens wird 60 Jahre alt. Und da dieser Prototyp aufgearbeitet und saniert wurde und fahrbereit ist, steht einer Ausfahrt mit diesem in Gotha gebauten Straßenbahnmodell heute nichts im Wege. Gotha-Wagen werden die von 1957 bis 1967 vom volkseigenen Betrieb (VEB) Waggonbau Gotha (ehemals Waggonfabrik Gotha) konstruierten und dort produzierten Einheitsstraßenbahnwagen der DDR genannt. Gotha-Wagen waren in der DDR und der Sowjetunion im Einsatz. „Sie wurden in großer Stückzahl hergestellt und fuhren in vielen Städten der DDR“, weiß Ronny Quaß aus Esslingen. Er ist seit über zehn Jahren Mitglied im Verein Gothaer Straßenbahnfreunde. Durch die Teilnahme an einer Sonderfahrt war er zum Verein gestoßen. Inzwischen organisiert er Veranstaltungen wie die Sonderfahrten mit historischen Modellen mit und kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit. So hat er auch die samstägliche Gotha-Wagen-Fahrt zum Prototyp-Jubiläum auf die Beine gestellt. „Wir haben 50 Anmeldungen dafür, viele hier aus der Region, aber auch aus Hannover, Hamburg, Bayern und Sachsen“, zählt Ronny Quaß auf. Auf der Fahrt werde es natürlich auch viel über die Gotha-Wagen zu erzählen geben.

Noch heute im Linienverkehr

In der DDR wurden die Fahrzeuge schrittweise ab 1975 zu Gunsten von Tatra-Straßenbahnen ausgesondert. „Dabei sind es sehr robuste, eigentlich unkaputtbare Straßenbahnen. Und sollte doch mal was sein, lassen sie sich schnell …
 

PL: Die Waldbahn Cisna in Südost-Polen

http://www.lok-report.de/index.html Am 16. Oktober fuhr einen Fotozug auf der #Bieszczadska #Kolej #Lesna, eine #Waldbahn bei #Cisna in Südost-#Polen parallel der #slowakischen Grenze. Weil die Plätze an den manchmal sehr engen Fotostellen sehr begrenzt waren, nahmen nur 7 Personen teil. Der GmP sah völlig authentisch aus. Die Waldbahn im Bieszardy-Gebirge hatte ihren Ausgangspunkt in der 1898 eröffneten von Nowe Lupkow nach Cisna. Diese Bahn wurde in der für Österreich gebräuchlichen Spurweite von 760 mm in einer Länge von 24 km gebaut. Zur Erschließung des Holzreichtums des Bieszardy-Gebirges wurde die Bahn in den Jahren 1900 bis 1904 durch eine Strecke von Cisna nach Kalnica und Beskida in der Länge von 12 km ergänzt. Diese Strecke zeichnete sich durch eine Vielzahl von Ladestellen aus und trug daher eher den Charakter einer Waldbahn als einer Schmalspurbahn. In den Zwischenkriegsjahren war gerade diese Strecke immer wieder Veränderungen entsprechend des Holzeinschlages und der Konjunktur ausgesetzt. Eine erste Modenisierung erfuhr die Bahn unter deutscher Besetzung im Jahr 1944. Dabei erfolgte Umspurung auf 750 mm Spurweite. Offensichtlich war die Bahn von strategischer Bedeutung. Das Ende des II. Weltkrieges brachte der Bahn viele Zerstörungen. Auch war die Gegend für einen regelmäßigen Betrieb nicht sicher da das Bieszardy-Gebirge Rückzugsorte der bürgerlichen polnischen Armee war und es bis ende der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts kämpferische Auseinandersetzungen gab. Die ursprünglich mit der Betriebsführung beauftrage PKP übergab die Bahn 1950 den staatlichen Forstwirtschaftsbetrieben. 1955 wurde unter der Betriebsführung der Staatsforsten die Linie Nowe Lupkow – Wola Michowa überarbeitet und die neue Station Smolnik errichtet. Dies Station war Ausgangspunkt für die 1959 neugebaute Strecke Rzepedz – Smolnik. 1964 kam die Strecke Cisna Moczarne dazu. Im Zuge dieser Modernisierungen entstanden ebenfalls neue Lokschuppen und Werkstätten entsprechend den Bedürfnissen des Holzkombinates Rzepedz. Im Jahre 1963 wurde der planmäßige und der touristische Zugverkehr aufgenommen. Mit dem Ausbau der Forststraßen verlagerte sich der Holzverkehr seit den 70er Jahrer des letzten Jahrhunderts immer mehr auf die Straße. Verstärkt wurde der Prozess durch die politischen Umbrüche um 1989. Somit wurde 1991 der Guter- und der planmäßige Personenverkehr eingestellt. Es verblieb damit nur noch der sommerliche Touristenverkehr. Dieser wurde auf Grund des Gleiszustandes bis 1996 auf den Abschnitt Majdan – Przyslup beschränkt. Aktuell wird die Bahn von der Stiftung der Bieszczadska Kolej Lesna auf den Strecken Majdan – Przyslup und Majdan – Balnica mit Lyd2 und offenen Wagen betrieben. Befahrbar und saniert ist auch die Strecke von Balnica über Wola Michowa nach Smolnik. Eine weitere Reaktivierung nach Nowe Lupkow war angedacht. Die Stillegung der Regelspurstrecke in Nowe Lupkow lässt jedoch den Sinn dieser Verlägerung bezweifeln. Nach der Wiederaufarbeitung der Strecke in 1950 waren C-Kuppler vom Typ „Las“ im Einsatz, die in Cisna einen vierrädrigen Tender bekamen um die Wasservorräte zu vergrößern. In 1955 waren mindestens vier davon betriebsfähig. Sie waren jedoch zu schwach für die ziemlich starken Steigungen und schweren Holzzüge und wurden in 1957 ersetzt von sechs neugebauten Lokomotiven vom Typ Kp4. In 1960 kamen noch zwei Px48 dazu. Der Zug am 16. Oktober war bespannt mit der Kp4-3772 (Ad van Sten, 12.11.13).