Schweiz: Der Glacier Express feiert Jubiläum

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Doc~E847D36DA52DF45D29CA74E0D3D5021EF~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Von Volker Mehnert

22. Juni 2005 In diesem Zug darf es niemand eilig haben. Er zuckelt in einem anachronistischen Tempo quer durch die Schweizer Alpen, trödelt von Bahnhof zu Bahnhof, erreicht auf manchen Steilstrecken gerade einmal Schrittempo. Häufig muß er auf einen Gegenzug warten, denn ein großer Teil seiner Strecke ist nach wie vor eingleisig. „Auf Verlangen“ hält er in winzigen Weilern, und etwas länger braucht er für den Lokomotivwechsel in Disentis, weil dort von der Schmalspur auf eine Schmalspur mit Zahnrädern umgestellt wird. Dann wieder fädelt er sich zwischen Güterzügen oder der Autoverladung am Furkatunnel ein, denn der Touristenzug besitzt keine Privilegien. Er ist eingebettet in den alltäglichen Schweizer Bahnverkehr und ist doch etwas ganz Besonderes.
Fast acht Stunden für dreihundert Kilometer – das war schon 1930 nicht rekordverdächtig, als der Glacier Express am 25.Juni die Strecke von St.Moritz nach Zermatt zum ersten Mal zurücklegte. Fünfundsiebzig Jahre später, in einer Welt, in der alles immer schneller und immer effizienter …

Der Glacier Express feiert Jubiläum

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Doc~E847D36DA52DF45D29CA74E0D3D5021EF~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Von Volker Mehnert

22. Juni 2005 In diesem Zug darf es niemand eilig haben. Er zuckelt in einem anachronistischen Tempo quer durch die Schweizer Alpen, trödelt von Bahnhof zu Bahnhof, erreicht auf manchen Steilstrecken gerade einmal Schrittempo. Häufig muß er auf einen Gegenzug warten, denn ein großer Teil seiner Strecke ist nach wie vor eingleisig. „Auf Verlangen“ hält er in winzigen Weilern, und etwas länger braucht er für den Lokomotivwechsel in Disentis, weil dort von der Schmalspur auf eine Schmalspur mit Zahnrädern umgestellt wird. Dann wieder fädelt er sich zwischen Güterzügen oder der Autoverladung am Furkatunnel ein, denn der Touristenzug besitzt keine Privilegien. Er ist eingebettet in den alltäglichen Schweizer Bahnverkehr und ist doch etwas ganz Besonderes.
Fast acht Stunden für dreihundert Kilometer – das war schon 1930 nicht rekordverdächtig, als der Glacier Express am 25.Juni die Strecke von St.Moritz nach Zermatt zum ersten Mal zurücklegte. Fünfundsiebzig Jahre später, in einer Welt, in der alles immer schneller und immer effizienter vonstatten gehen muß, ist seine Langsamkeit schierer Luxus. Gern schmückt er sich mit dem Etikett des „langsamsten Schnellzuges der Welt“, doch selbst diese Bezeichnung gehört einer vergangenen Epoche an, denn als Schnellzug wird ihn heute niemand mehr bezeichnen können. Das hat seine Beliebtheit freilich nicht geschmälert, schließlich ist der Weg für die meisten Fahrgäste das Ziel. Für einen Tag verzichten sie gerne auf den gewohnten Anspruch auf schnellstmögliche Beförderung.

Die Endstationen sind Legenden

Es gibt noch andere attraktive Zugverbindungen in der Schweiz, auf manchen Strecken ist das landschaftliche Erlebnis sogar eindrucksvoller. Doch kein Zug hat es geschafft, sich als internationale Marke so zu etablieren wie der Glacier Express. Das liegt in erster Linie an den beiden Endstationen, den alpinen Legenden St.Moritz und Zermatt. Aber auch die Route läßt wenige Wünsche offen. Es gibt viel zu sehen, verschneite Gipfel und grüne Almen, reißende Gebirgsbäche und urtümliche Nadelwälder, Gletscherzungen und Lawinenverbauungen, mittelalterliche Burgruinen und das mächtige Kloster Disentis, den spektakulären Gesteinsabbruch bei Randa und die erodierte Felsenwelt der Rheinschlucht westlich von Chur – also alles, was die Alpen ausmacht. Die Landschaft sei Bestandteil ihrer Arbeit, sagen sogar die Lokomotivführer, die sich längst nicht satt gesehen haben. Der von allen ersehnte Höhepunkt der Reise ist das Matterhorn, der Paradeberg der Alpen. Doch die alpine Majestät macht sich rar. Kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof von Zermatt zeigt sich der Felsgipfel für einen Augenblick; Fotografen bleibt kaum genug Zeit für einen Schnappschuß. Der muß in Zermatt nachgeholt werden, am besten am nächsten Morgen beim Sonnenaufgang auf dem Gornergrat.
Lange Jahrzehnte war der Glacier Express ein Sommerzug. Erst 1982, mit der Eröffnung des Furkatunnels, wurde ein ganzjähriger Betrieb möglich. Die Sommersaison gilt weiterhin als touristischer Schwerpunkt auf der Glacier-Strecke. Daß die Fahrt im Winter manchmal wegen starker Schneefälle oder Lawinengefahr unterbrochen wird, liegt in der Natur der Sache. Einmal mußte der Zug sogar im Schneegestöber auf dem Oberalppaß stehenbleiben, und dann wehte ihn der Sturm einfach um. Er fiel weich in eine Schneewehe.

Ikonen der Architektur

Der Glacier Express bietet nicht nur kleine Abenteuer und landschaftliche Leckerbissen, mit seinen einundneunzig Tunneln und zweihunderteinundneunzig Brücken hat er auch ein Stück europäische Eisenbahngeschichte geschrieben. Der höchste Punkt liegt auf 2033 Meter Höhe zwischen Sedrun und Andermatt am Oberalppaß. Atemraubend ist das Steilstück zwischen Visp und Zermatt, wo sich der Zug mit Hilfe der Zahnradtechnik auf nur einem Kilometer Strecke hundertfünfundzwanzig Höhenmeter hinaufquält. Neunzig Meter hoch ist die Solisbrücke über die schroffe Albula-Schlucht, und der Landwasser-Viadukt bei Filisur, der direkt aus einem Tunnel herauswächst, gehört längst zu den architektonischen Ikonen der Schweiz.
Eisenbahn-Enthusiasten kommen besonders zwischen Preda und Bergün auf ihre Kosten. Die beiden Orte liegen in der Luftlinie nur fünf Kilometer auseinander, doch hat man dreizehn Kilometer Schienen verlegen müssen, um den plötzlichen Höhenunterschied von mehr als vierhundert Metern zu überwinden. Kehren und Schleifen, Tunnel und Brücken folgen hier im Sekundentakt aufeinander. Der Zug beschreibt auf dieser alpinen Achterbahn Halbkreise und Kreise. Es gibt kaum Geraden, eine Kurve folgt auf die nächste, und selbst das Licht am Ende der Tunnel taucht meistens erst unmittelbar hinter einer Biegung auf. Der ständige Richtungswechsel innerhalb und außerhalb der Tunnel und die Drehungen um dreihundertundsechzig Grad lassen die Fahrgäste minutenlang orientierungslos. Erst im Bahnhof von Bergün wissen sie wieder, wohin die Reise geht.

Sag mir, wo die Gletscher sind

Die fünfundsiebzigjährige Geschichte des Zuges ist auch ein Stück Geschichte der Alpen. In dieser Hinsicht gibt das Jubiläum allerdings Anlaß für einen weniger erfreulichen Rückblick. Was bedeutet schon ein Menschenalter, heißt es gemeinhin, im Entstehen und Vergehen der Berge. Doch obwohl geologische und klimatische Prozesse langsam ablaufen, haben sich die Alpen den ersten Fahrgästen im Jahre 1930 deutlich anders präsentiert als den Touristen von heute. Früher fuhr der Zug in unmittelbarer Nähe zahlreicher Gletscher vorbei, jetzt haben sich die Eiszungen zurückgezogen. Die meisten sind nur noch weit oben in der Entfernung zu erkennen, manche verstecken sich bereits hinter der nächsten Gebirgswand. Die Bezeichnung Glacier Express war einmal Programm und Versprechen. Vielleicht wird sie in einer Generation nur noch Erinnerung sein.
Glacier Express: Der Zug fährt von Mitte Mai bis Mitte Oktober viermal täglich in beiden Richtungen, im Winterhalbjahr einmal pro Tag.
Literatur: „ Die Welt des Glacier Express” von Bösch/Camartin/Caminada, AS Verlag, 240 Seiten, 200 Fotos, 49,80 Euro. Ein prächtiger Bildband, der die Geschichte und Eisenbahntechnik Revue passieren läßt.
Informationen: Rhätische Bahn, CH-7002 Chur, Telefon: 0041/81/2886104, Internet www.rhb.ch. Auskünfte sind ebenfalls erhältlich bei Schweiz Tourismus, Postfach 160754, 60070 Frankfurt, Telefon: 00800/10020030 (kostenlos), Internet: www.myswitzerland.com.

Sächsisches Schmalspurbahn-Museum Rittersgrün

http://www.lok-report.de/

Am 19.06.05 wurde in einem historischen 2-Achser-Personenwagen eine etwas andere Fotoausstellung eröffnet; unter dem Motto „15 Jahre Bahnhofsfeste“ wurden doppelseitig bedruckte Fotografien der vergangenen 14 Jahre in Augenhöhe der Betrachter an die Decke gehängt, so dass der Betrachter sich durch ein Meer von Bilder hindurch bewegt.
Diese Ausstellung soll auf die 15. Auflage des Bahnhofs- und Schützenfestes am 1. Juliwochenende hinweisen und wird wohl auch darüber hinaus noch für die Besucher zu sehen sein (Gert Paul, www.schmalspurmuseum.de, 21.06.05).

Inselbahn Langeoog: Ankunft der neuen Sonderwagen

http://www.lok-report.de/

Am 19.Mai 2005 wurde der erste der beiden neuen Sonderwagen für die Inselbahn Langeoog, der Wagen 05/13 abgeliefert (wir berichteten). Der Wagen ist das erste bei den Fahrzeugwerken Miraustrasse (FWM) gebaute Fahrzeug. Er erhielt daher die Fabriknummer 1. Angeschrieben am Fahrzeug ist als Fabriknummer aber die Wagennummer 05/13 der Inselbahn Langeoog. Für diesen Wagen war die Nummer 05/12 vorgesehen, durch einen Fehler der FWM wurde der Wagen aber als 05/13 beschriftet. Der zweite Wagen erhält daher die Nummer 05/12.
Die technische Daten und die Lackierung entsprechen den bereits vorhandenen Fahrzeugen KB 94/09 und KB 94/10. Nur das Gewicht ist mit 15,8 Tonnen 1500 Kilogramm höher. Äußerlich sind die Wagen von den vorhandenen Wagen durch die zur Wagenmitte hin versetzten Anschriften (Wagennummer etc) und das kleine Brett unter der Mitteltür zu unterscheiden.
Kurz nach 8 Uhr traf die Frachtfähre „Pionier (II)“ im Hafen von …

Döllnitzbahn: Schranke runter für Gerichtsstreit

http://www.lvz-online.de/lvz-heute/1782.html

Oschatz/Leipzig. Gestern sollte es ans Eingemachte gehen. Vor dem Landgericht Leipzig wollten sich die Gesellschafter der Döllnitzbahn -Zweckverband und Deutsche Regionaleisenbahn – um das Eigentum an den Bahnanlagen streiten. Doch der Zweckverband lenkte ein und ließ damit die Schranke für den Gerichtsstreit runter. Damit sind aber noch längst nicht alle Hindernisse aus dem Weg geräumt.
„Die Gerichtsverhandlung hat sich erübrigt, da der Zweckverband in allen strittigen Punkten eingelenkt hat“, sagte gestern Döllnitzbahn-Geschäftsführer Gerhard Curth auf OAZ-Anfrage. Die Grundstücke bleiben damit Eigentum der Gesellschaft, und Curth bleibt Geschäftsführer. Finanziell hängt die Schmalspurbahn aber weiter in der Luft, denn der Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) überweist seit Anfang Mai keine Zuschüsse für den Personenverkehr mehr. Curth gibt sich trotzdem kämpferisch:“Wir setzen …

Jagsttalbahn: Wagenpark durch Graffitianschlag beschädigt

http://www.lok-report.de/

Am Samstag, 12.06.2005 mußten wir mit Entsetzen feststellen, daß sechs unserer bislang in Bieringen (Jagst) abgestellten und auf die Aufarbeitung wartenden Personenwagen mit Farbschmierereien überzogen worden sind. Während es die meisten der betroffenen Fahrzeuge nur punktuell betroffen hat sind die beiden Wagen, die wir von der Rhätischen Bahn erworben haben, einseitig über die gesamte Länge bis zu den Fenstern und darüber hinaus besprüht worden.
Wenngleich glücklicher Weise keine bereits aufgearbeieten Wagen betroffen waren, so ist doch allein der Schaden durch die verschmierten Fensterscheiben und Dichtungen, die nur mit großer Mühe – wenn überhaupt – wieder gereinigt werden können, da es sich um beschichtete Scheiben handelt, nicht unerheblich. Der Vorfall trifft uns um so mehr, als bislang in Bieringen kein einziges unserer Fahrzeuge beschädigt worden ist, was für uns neben dem Platzproblem, wir haben den Fuhrpark ja nach Bieringen verlegt da am alten Standort Dörzbach das Gleis zwecks Umbau entfernt worden war, einer der Punkte war, der für diesen Standort sprach.
Nach dem jetzigen Vorfall kann man diese Sichtweise trotz der Bemühungen unserer Freunde vor Ort, die das Gelände immer wieder durchstreifen, nicht aufrecht erhalten und wird entsprechend reagieren müssen. Abgesehen davon, daß in der Sache selbstredend Anzeige erstattet worden ist müssen wir uns überlegen, wie wir insgesamt auf die anscheinend auch im Jagsttal steigende Bedrohung unseres Eigentums bzw. der uns zu treuen Händen anvertrauten Gegenstände reagieren. Wir sind grundsätzlich der Ansicht, daß dem interessierten Besucher alle unsere Anlagen und Fahrzeuge etc. zur Besichtigung zugänglich sein sollten. Inwiefern wir diese Philosophie beibehalten können, werden wir im Kreise der Aktiven, die auch diesen Unfug wieder ausbaden müssen, zu diskutieren haben (Pressemeldung Jagsttalbahn, 14.06.05).

Virtuelle Dampflok bei Harzer Schmalspurbahnen

http://www.chip.de/news/c1_news_15720096.html?tid1=9226&tid2=0

Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) hat einen virtuellen Dampflokführerstand entwickelt. Damit lassen sich die Funktionen einer Dampflok wirklichkeitsnah auf dem Computer demonstrieren. „Diese Verbindung von Tradition und Innovation ist bisher weltweit einmalig“, sagte HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener in Wernigerode.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut und der Hochschule Harz entstanden eine Profi- und eine Laienversion. Die ab sofort erhältliche CD-ROM weist in die Bedienung einer rund 50 Jahre alten Schmalspurdampflok anhand …

Schmalspurbahn bei Friedland/Historische Loks

http://www.svz.de/nnn/newsnnn/NNNVermischtes/
10.06.05/1698690/1698690.html

Friedland/Landkreis Mecklenburg-Strelitz • Einstmals fuhr die Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn (MPSB) auf über 250 Kilometern zwischen Friedland und Anklam. In den Nachkriegsjahren aber wurden große Teile der Strecke demontiert; 1970 erfolgte die Aufgabe der letzten Abschnitte. Seit 1999 fahren jedoch einige der historischen Loks wieder auf einem Teilstück der ehemaligen Strecke. Von Mai bis September startet die Bahn mit überdachten, aber auch offenen „Cabrio“-Waggons jeden Sonnabend und Sonntag sowie an den Feiertagen zwischen 14 und 17 Uhr zu jeder vollen Stunde am Bahnhof in Schwichtenberg.
Die Fahrt geht durch die hübsche Landschaft, vorbei am Lübkowsee, und durch den Eichenwald. Am nahe gelegenen Findlingsgarten können die Reisenden aussteigen, durch die …

Tourismus ohne Döllnitzbahn chancenlos

http://www.lvz-online.de/lvz-heute/1183.html

Zum Streit um die Döllnitzbahn schreibt Hansjörg Beyer aus Berlin:
Einigen Berichten konnte ich entnehmen, dass es um die Schmalspurbahn von Oschatz nach Kemmlitz nicht gut bestellt ist. Wie es heißt, haben sich die Gesellschafter der Döllnitzbahn zerstritten, und der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig tut sich schwer damit, Zugverkehr auf der Oschatzer Schmalspurbahn zu bestellen. Angeblich liegt es am fehlenden Geld. Wenn in Leipzig aber hunderte Millionen Euro in teure Tunnel- und Flughafenprojekte fließen können, dann lassen sich allemal auch die vergleichsweisen „Kleckerbeträge“ für die Döllnitzbahn auftreiben. Das ganze „Hickhack“ um diese Strecke wirkt daher auf mich ziemlich befremdlich. Nun, auch auf diese Art und Weise kann eine Region über ihre Grenzen hinaus für Aufsehen sorgen.
Ich kenne diese Schmalspurbahn von vielen Besuchen her und freue mich, dass sie allen Anfeindungen zum Trotz noch in Betrieb ist! Sind sich die Verantwortlichen eigentlich bewusst, wie viele Kommunen in Deutschland froh wären, wenn sie so ein Kleinod hätten? In der Prignitz beispielsweise wurde unlängst ein Teil des alten Schmalspurnetzes wieder aufgebaut.
Die Döllnitzbahn ist eine Mischung aus Alltagsverkehrsmittel und technischem Denkmal. Hieraus müsste doch folgen, hinsichtlich der erreichbaren Fahrgastzahlen andere Maßstäbe anzulegen als an eine durchrationalisierte und modernisierte Eisenbahnstrecke! Somit scheint mir die Vorgabe bestimmter Reisenden-Zahlen zumindest problematisch. Sicher stellt sich die Frage, ob man das Zugangebot der Oschatzer Bahn außerhalb der Schul- und Berufsverkehrszeiten nicht stärker in Richtung Wochenendfahrten verlagern sollte. So liegt es nahe, die Bahn neben dem Schüler- und Berufsverkehr als Rückgrat für den Tourismus im Landkreis Torgau-Oschatz zu entwickeln. Ohne die Schmalspurbahn hätte er auf Dauer keine Chancen.

Tourismus ohne Döllnitzbahn chancenlos, aus LVZ

http://www.lvz-online.de/lvz-heute/1183.html

Zum Streit um die Döllnitzbahn schreibt Hansjörg Beyer aus Berlin:
Einigen Berichten konnte ich entnehmen, dass es um die Schmalspurbahn von Oschatz nach Kemmlitz nicht gut bestellt ist. Wie es heißt, haben sich die Gesellschafter der Döllnitzbahn zerstritten, und der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig tut sich schwer damit, Zugverkehr auf der Oschatzer Schmalspurbahn zu bestellen. Angeblich liegt es am fehlenden Geld. Wenn in Leipzig aber hunderte Millionen Euro in teure Tunnel- und Flughafenprojekte fließen können, dann lassen sich allemal auch die vergleichsweisen „Kleckerbeträge“ für die Döllnitzbahn auftreiben. Das ganze „Hickhack“ um diese Strecke wirkt daher auf mich ziemlich befremdlich. Nun, auch auf diese Art und Weise kann eine Region über ihre Grenzen hinaus für Aufsehen sorgen.
Ich kenne diese Schmalspurbahn von vielen Besuchen her und freue mich, dass sie …